Heiratsgut und Unterhalt bei vj Kind

Angel
Beiträge: 28
Registriert: 02.02.2007, 10:05

Heiratsgut und Unterhalt bei vj Kind

Beitragvon Angel » 06.05.2007, 22:02

LIebe Forumsteilnehmer!
Bitte um Eure Unterstützung -
Wenn das vj. Kind noch Unterhalt erhält, weil es nicht selbsterhaltungsfähig ist, da es Drogensüchtig bzw. Drogensubstitutionsprogramm und arbeitslos ist :( .
a) Darf das vj. Kind heiraten und hat es Anspruch auf Heiratsgut?
b) Wenn ja - kann man von dem Heiratsgutbetrag, die Summe des Unterhalts der letzten Jahre über den 18 Lebensjahr abziehen?

DANKE
Liebe Grüße
Angel

Nachfolgefrau
Site Admin
Beiträge: 6362
Registriert: 27.01.2007, 23:54
Wohnort: Wien/Linz
Kontaktdaten:

Beitragvon Nachfolgefrau » 06.05.2007, 23:10

ad a) meines Wissens JA, denn auch arbeitslose Drogensüchtige dürfen natürlich heiraten. Der Anspruch auf Heiratsgut unterliegt den üblichen Voraussetzungen.
ad b) meines Wissens NEIN, Unterhalt und Heiratsgut sind 2 Paar Schuh.

Nach der Heirat ist der Ehemann dann unterhaltspflichtig, nicht mehr die Eltern.

LG Nachfolgefrau
Site Admin / Angelika

Foren Admin
http://www.dialogfuerkinder.at

Benutzeravatar
dgt
Site Admin
Beiträge: 7275
Registriert: 27.01.2007, 10:55
Wohnort: Linz

Re: Heiratsgut und Unterhalt bei vj Kind

Beitragvon dgt » 07.05.2007, 08:05

Angel hat geschrieben:LIebe Forumsteilnehmer!
Bitte um Eure Unterstützung -
Wenn das vj. Kind noch Unterhalt erhält, weil es nicht selbsterhaltungsfähig ist, da es Drogensüchtig bzw. Drogensubstitutionsprogramm und arbeitslos ist :( .
a) Darf das vj. Kind heiraten und hat es Anspruch auf Heiratsgut?


darf heiraten und kann Anspruch auf Heiratsgut haben, außer es liegt ein Mißbilligungsgrund vor (zB heiratet einen Junkie oder es besteht Gefahr, dass Heiratsgut für Drogen verwendet wird).

Angel hat geschrieben:b) Wenn ja - kann man von dem Heiratsgutbetrag, die Summe des Unterhalts der letzten Jahre über den 18 Lebensjahr abziehen?


mit Sicherheit: nein

Angel
Beiträge: 28
Registriert: 02.02.2007, 10:05

Re: Heiratsgut und Unterhalt bei vj Kind

Beitragvon Angel » 09.05.2007, 18:52

Liebe Nachfolgefrau und lieber Herr Tews!
Danke für die raschen Antworten und der Unterstützung.

Habe ich das richtig verstanden, wenn das vj. Kind noch den vollen Unterhalt bezieht und NICHT Selbsterhaltungsfähig ist, darf es trotzdem heiraten und das Heiratsgut beziehen.

Wie hoch ist der Anteil am Vermögen beim Heiratsgutanspruch?

DANKE und sende liebe Grüße
Angel

utd
Beiträge: 471
Registriert: 27.01.2007, 21:40

Re: Heiratsgut und Unterhalt bei vj Kind

Beitragvon utd » 09.05.2007, 22:52

Angel hat geschrieben:Liebe Nachfolgefrau und lieber Herr Tews!
Danke für die raschen Antworten und der Unterstützung.

Habe ich das richtig verstanden, wenn das vj. Kind noch den vollen Unterhalt bezieht und NICHT Selbsterhaltungsfähig ist, darf es trotzdem heiraten und das Heiratsgut beziehen.

Wie hoch ist der Anteil am Vermögen beim Heiratsgutanspruch?

DANKE und sende liebe Grüße
Angel


Daumen mal Pi 25 - 30 % - (Abzüge gibt´s für U-Pflichten) des Jahresnettoeinkommens. Die "Bemessungsgrundlage" wird aber weit nicht so streng gerechnet wie beim Unterhalt. Den Eltern (Auch die KM hat ihren Teil dazu beizutragen :!: ) muss noch ein "angemessener Lebensunterhalt" verbleiben. MWs werden auch Kredite udgl. abgezogen.

8)

lg
utd
Nur wenige wissen, wieviel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß. (Zungenbrecher frei nach Sokrates)

Angel
Beiträge: 28
Registriert: 02.02.2007, 10:05

RE: Heiratsgut und Unterhalt bei vj. Kind

Beitragvon Angel » 09.05.2007, 23:06

Guten Abend liebe UTD!
20-30% des Jahreseinkommen und wieviel wird bei immobilen Vermögen gerechnet?

Weißt Du da Bescheid?

LIebe Grüße
Angel

utd
Beiträge: 471
Registriert: 27.01.2007, 21:40

Re: RE: Heiratsgut und Unterhalt bei vj. Kind

Beitragvon utd » 09.05.2007, 23:32

Angel hat geschrieben:Guten Abend liebe UTD!
20-30% des Jahreseinkommen und wieviel wird bei immobilen Vermögen gerechnet?

Weißt Du da Bescheid?

LIebe Grüße
Angel


Nein, weiß ich nicht.
Ich kann Ihnen nur soviel sagen: Solange es die "Aussteuer" überhaupt noch gibt, wird nicht jeder Mikro-Cent gezählt.
:roll:

lg
utd
Nur wenige wissen, wieviel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß. (Zungenbrecher frei nach Sokrates)

Liv
Beiträge: 95
Registriert: 08.10.2007, 20:58

Beitragvon Liv » 09.10.2007, 13:37

auch wenn das Thema schon alt ist... mich wundert es dass es das in Österreich noch gibt.

http://www.schweinhammer.at/_0_11919292 ... &id=162031

ausschnitt daraus:
Voraussetzung des Anspruchs ist, dass Braut oder Bräutigam im Zeitpunkt der Eheschließung kein eigenes Vermögen besitzen oder kein so hohes Einkommen haben, das hinreichende Ersparnisse zur Gründung
eines – den familiären Verhältnissen angemessenen – eigenen Hausstands ermöglicht.
Auf Vermögen und Einkommen des Ehepartners kommt es beim eigenen Anspruch nicht an.

Der Anspruch vermindert sich, wenn das Kind eigenes Vermögen oder so hohes Einkommen bezieht, dass es aus diesem Ersparnisse zur Gründung eines eigenen Hausstands anlegen kann. Ein Durchschnittseinkommen allein vermindert nach ständiger Rechtsprechung den Dotationsanspruch nicht.

-------------------------------------------------------------------------
scheint mir also, dass man wenn man bereits in eine Lebensgemeinschaft in einer eigenen Wohnung lebt, keine Berechtigung auf dieses Geld da ist.

Wie wäre das eigentlich wenn die Braut keine Österreicherin ist, dann gibt es auch kein Heiratsgut, aber der Bräutigam bekommt diesen Ausstand??

Wirklich sehr altmodisch und eigentlich in heutigen Tagen kommt mir das vor wie Dieb der eigenen Eltern.

@zweitfrau
Beiträge: 336
Registriert: 05.03.2007, 18:44

Beitragvon @zweitfrau » 09.10.2007, 15:36

Liv hat geschrieben:Wirklich sehr altmodisch und eigentlich in heutigen Tagen kommt mir das vor wie Dieb der eigenen Eltern.


Schönen Nachmittag.
Tja, das Gesetz stammt aus 1811. Hält sich lange.

Zählt ja grundsätzlich zur Versorgungspflicht der Eltern, steht dem Kind somit zu. Seit der Geburt kennt man die Sachlage, so liegt es an den Eltern dafür Sorge zu tragen, bald genug die finanziellen Mitteln in irgend einer Art und Weise dementsprechend anzusparen. Es ist Recht und somit ist das Wort Dieb nicht sehr angebracht. Es hängt sicherlich auch davon ab, WIE man dieses Heiratsgut von den Eltern verlangt. Aber braucht das Kind einfach nicht. 25-30% des Jahresnettoeinkommens steht dem Fortpflanz einfach zu.

liebe grüße @zweitfrau

Nachfolgefrau
Site Admin
Beiträge: 6362
Registriert: 27.01.2007, 23:54
Wohnort: Wien/Linz
Kontaktdaten:

Beitragvon Nachfolgefrau » 09.10.2007, 16:04

@zweitfrau

Also ganz so ist es natürlich nicht. Man lese §1220 und §1231 des ABGB oder hier: http://www.austrianlaw.at/cms/index.php?id=56
Auf das Vermögen des Heiratswilligen wird natürlich Rücksicht genommen.
Site Admin / Angelika

Foren Admin
http://www.dialogfuerkinder.at

@zweitfrau
Beiträge: 336
Registriert: 05.03.2007, 18:44

Beitragvon @zweitfrau » 09.10.2007, 16:11

Nachfolgefrau hat geschrieben:@zweitfrau

Also ganz so ist es natürlich nicht. Man lese §1220 und §1231 des ABGB oder hier: http://www.austrianlaw.at/cms/index.php?id=56
Auf das Vermögen des Heiratswilligen wird natürlich Rücksicht genommen.

Wenn ich auf diesen Link gehe erhalte ich diese Information:

Zugang zur vollen Information über Familienrecht
Im kostenpflichtigen Zugang stehen deutlich mehr Informationen zu den einzelnen Rechtsfragen auf über 1.950 Informationsseiten, sowie 3.820 Entscheidungen im Volltext (vor allem des Obersten Gerichtshofes, zahlreiche Fundstellen aus der ehe- und familienrechtlichen Entscheidungssammlung (EF-Slg) und 120 Gesetze bzw. Verordnungen zur Verfügung.

Hilft nicht recht.

Es gibt dort und da Einschränkungen, aber es ist legitm von Seiten des Kindes.
@zweitfrau

Nachfolgefrau
Site Admin
Beiträge: 6362
Registriert: 27.01.2007, 23:54
Wohnort: Wien/Linz
Kontaktdaten:

Beitragvon Nachfolgefrau » 09.10.2007, 16:52

@zweitfrau hat geschrieben:Wenn ich auf diesen Link gehe erhalte ich diese Information:

Zugang zur vollen Information über Familienrecht
Im kostenpflichtigen Zugang...

Dies besagt, dass die Informationen nur im kostenpflichtigen Zugang von Dr. Tews erhältlich sind.
:wink:
Site Admin / Angelika

Foren Admin
http://www.dialogfuerkinder.at

Liv
Beiträge: 95
Registriert: 08.10.2007, 20:58

Beitragvon Liv » 09.10.2007, 19:03

ich find es moralisch gesehen absolut nicht rechtens, wenn man schon sein eigenes Leben, job, Wohnung usw. hat dann auch noch mal rasch gesetzlich die Eltern in die Pflicht nehmen?

ISI
Beiträge: 222
Registriert: 28.01.2007, 22:53
Wohnort: Wien

Beitragvon ISI » 09.10.2007, 19:22

Liv hat geschrieben:ich find es moralisch gesehen absolut nicht rechtens, wenn man schon sein eigenes Leben, job, Wohnung usw. hat dann auch noch mal rasch gesetzlich die Eltern in die Pflicht nehmen?


Das machen sowieso nur "Kinder" die eine schlechte oder gar keine Beziehung zu ihren Eltern haben.

Kann mir nicht vorstellen, dass jemand der sich mit seinen Eltern EINIGERMASSEN versteht, sie deswegen klagt oder Geld einfordert!!!
Und wenn sie es doch tun, dann gibt es ganz sicher keine Beziehung mehr. :?
LG
ISI

Benutzeravatar
dgt
Site Admin
Beiträge: 7275
Registriert: 27.01.2007, 10:55
Wohnort: Linz

Re: RE: Heiratsgut und Unterhalt bei vj. Kind

Beitragvon dgt » 09.10.2007, 19:26

Angel hat geschrieben:Guten Abend liebe UTD!
20-30% des Jahreseinkommen und wieviel wird bei immobilen Vermögen gerechnet?

Weißt Du da Bescheid?

LIebe Grüße
Angel


vom Vermögenw wird nur ausnahmesweise Heriatsgut zu zahlen sein, nicht zB vom Einfamilienhaus oder der Eigentumswohung.
Denkbar wäre es nur bei einem sehr hohen Vermögen und wenig laufendem Einkommen.

Nachfolgefrau
Site Admin
Beiträge: 6362
Registriert: 27.01.2007, 23:54
Wohnort: Wien/Linz
Kontaktdaten:

Beitragvon Nachfolgefrau » 09.10.2007, 20:32

ISI hat geschrieben:Kann mir nicht vorstellen, dass jemand der sich mit seinen Eltern EINIGERMASSEN versteht, sie deswegen klagt oder Geld einfordert!!!
Und wenn sie es doch tun, dann gibt es ganz sicher keine Beziehung mehr. :?

Du, dazu meine Erfahrung: Das kommt schon vor und liegt einfach an der möglichen Beeinflussung von (auch vj) Kindern auch wenn es denen nachher leid tut.
Die Beziehung ist nachher getrübt, aber durchaus noch intakt, so meine aktuelle Erfahrung.

Nachfolgefrau
Site Admin / Angelika

Foren Admin
http://www.dialogfuerkinder.at

sgastl
Beiträge: 965
Registriert: 27.01.2007, 21:52

Beitragvon sgastl » 09.10.2007, 20:59

@zweitfrau hat geschrieben:. Aber braucht das Kind einfach nicht. 25-30% des Jahresnettoeinkommens steht dem Fortpflanz einfach zu.

liebe grüße @zweitfrau


man kann über unterhalt, heiratsgut usw. denken wie man mag, bzw. noch einen unterschied machen, ob man empfänger oder zahler ist. nichtsdestotrotz ist ein KIND ein KIND und mitnichten ein FORTPFLANZ. (ob man das über eigene kinder auch denkt? )

etwas sehr daneben der ausdruck!!

Nachfolgefrau
Site Admin
Beiträge: 6362
Registriert: 27.01.2007, 23:54
Wohnort: Wien/Linz
Kontaktdaten:

Beitragvon Nachfolgefrau » 09.10.2007, 21:13

sgastl hat geschrieben:nichtsdestotrotz ist ein KIND ein KIND und mitnichten ein FORTPFLANZ. (ob man das über eigene kinder auch denkt? )

etwas sehr daneben der ausdruck!!

:lol: :lol: :lol:
Welche Laus ist denn ihnen über die Leber gelaufen, dass sie sich über einen Ausdruck mokieren, der auch im alten Tews-Forum (hier können sie nachlesen) von zahlreichen usern, auch Eltern und zB Dr. Tews selbst verwendet wurde.

Wenn im Forum nie schlimmere Probleme auftauchen als das...

Nachfolgefrau :lol:
Site Admin / Angelika

Foren Admin
http://www.dialogfuerkinder.at

sgastl
Beiträge: 965
Registriert: 27.01.2007, 21:52

Beitragvon sgastl » 09.10.2007, 21:22

nur weil der ausdruck des öfteren (auch von dr. tews) verwendet wurde, muss ich ihn noch lange nicht in ordnung halten.

*g* soviel zur laus


Zurück zu „Heiratsgut/Ausstattung“