Trennung von Lebensgemeinschaft gemeinsames Haus

birkenhecke
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Trennung von Lebensgemeinschaft gemeinsames Haus

Beitragvon birkenhecke » 16.09.2012, 23:20

Mein Lebensgefährte und ich haben 2003 gemeinsam ein Reihenhaus gekauft, beide 50% in Grundbuch. Für die Umbauten wurde das Darlehen zunächst als Baukonto geführt und belastet. Nach Abschluß der Umbauten nach einem Jahr haben wir das Baukonto geschlossen und gemeinsam den Kreditvertrag aus dem Betrag abgeschlossen.
Die Kerdittilgung lief komplett über mein Konto. Die Endtilgung des Kreditrestes erfolgte 2007 von ihm. Zusätzlich erfolgt die Finanzierung auch mit einem Kaufdarlehen, welches auf 15 Jahre läuft. Die Rückzahlung dafür läuft noch immer von meinem Konto. Der Eigenmittelanteil beim Kauf betrug 25% von seiner Seite und 50% von meiner Seite, 25% Kredit. Der Kredit wurde für den Umbau noch zusätzlich um ca. 6% des Kaufpreises erhöht.

Alle Zahlungen für die Kredite, Lebenshaltung, BK usw. liefen immer von meinem Konto. Während der Zeit seit dem Kauf war ich 2 mal in Karenz. Er zahlte immer einen Pauschalen Betrag auf mein Konto. Je nach dem, ob ich in Karenz war oder nicht betrugen diese Zahlungen zwischen 500 und 800 Euro. Das ich zum Lebensunterhalt kräftig dazuzahlen (auch in der Karenz) mußte erklärt sich von selber. Da er eigentlich keine Kinder haben wollte einigten wir uns darauf, daß ich bei Wiederaufnahme meiner Arbeit, auch wenn ich wegen der 2 Kinder nur Teilzeit arbeiten konnte, 50% zum Leben dazuzuzahlen hätte. Wenn ich das jetzt rückblickend betrachte, verstehe ich mich selber nicht.

Nun haben wir uns getrennt, ich werde im Reihenhaus bleiben und der Beginn der Aufteilung hat begonnen.

Er meint er hätte viel in das Haus investiert und ich profitiere jetzt davon. Hat er das Recht (Vorlage der Rechnung) für eine Eingangstüre, die er vor 10 Jahren bezahlt hat Geld von mir zu verlangen. Wie sieht es mit der Aufteilung des Hauses und der eingebrachten Eigenmittelaufteilung aus?

Ich bitte dringend um Ratschläge wie ich mich für die kommende Zeit vorbereiten kann. Ich werde für unsere Absprachen einen Mediator einschalten.

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Re: Trennung von Lebensgemeinschaft gemeinsames Haus

Beitragvon dgt » 17.09.2012, 05:16

birkenhecke hat geschrieben:Hat er das Recht (Vorlage der Rechnung) für eine Eingangstüre, die er vor 10 Jahren bezahlt hat Geld von mir zu verlangen.
Also das ist das geringste Problem und wird angesichts der anderen Probleme keine gesonderte Rolle spielen.

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Re: Trennung von Lebensgemeinschaft gemeinsames Haus

Beitragvon dgt » 17.09.2012, 05:18

birkenhecke hat geschrieben:Mein Lebensgefährte und ich haben 2003 gemeinsam ein Reihenhaus gekauft, beide 50% in Grundbuch. Für die Umbauten wurde das Darlehen zunächst als Baukonto geführt und belastet. Nach Abschluß der Umbauten nach einem Jahr haben wir das Baukonto geschlossen und gemeinsam den Kreditvertrag aus dem Betrag abgeschlossen.
Die Kerdittilgung lief komplett über mein Konto. Die Endtilgung des Kreditrestes erfolgte 2007 von ihm. Zusätzlich erfolgt die Finanzierung auch mit einem Kaufdarlehen, welches auf 15 Jahre läuft. Die Rückzahlung dafür läuft noch immer von meinem Konto. Der Eigenmittelanteil beim Kauf betrug 25% von seiner Seite und 50% von meiner Seite, 25% Kredit. Der Kredit wurde für den Umbau noch zusätzlich um ca. 6% des Kaufpreises erhöht.

Alle Zahlungen für die Kredite, Lebenshaltung, BK usw. liefen immer von meinem Konto. Während der Zeit seit dem Kauf war ich 2 mal in Karenz. Er zahlte immer einen Pauschalen Betrag auf mein Konto. Je nach dem, ob ich in Karenz war oder nicht betrugen diese Zahlungen zwischen 500 und 800 Euro. Das ich zum Lebensunterhalt kräftig dazuzahlen (auch in der Karenz) mußte erklärt sich von selber. Da er eigentlich keine Kinder haben wollte einigten wir uns darauf, daß ich bei Wiederaufnahme meiner Arbeit, auch wenn ich wegen der 2 Kinder nur Teilzeit arbeiten konnte, 50% zum Leben dazuzuzahlen hätte. Wenn ich das jetzt rückblickend betrachte, verstehe ich mich selber nicht.

Nun haben wir uns getrennt, ich werde im Reihenhaus bleiben und der Beginn der Aufteilung hat begonnen.

Er meint er hätte viel in das Haus investiert und ich profitiere jetzt davon. Hat er das Recht (Vorlage der Rechnung) für eine Eingangstüre, die er vor 10 Jahren bezahlt hat Geld von mir zu verlangen. Wie sieht es mit der Aufteilung des Hauses und der eingebrachten Eigenmittelaufteilung aus?

Ich bitte dringend um Ratschläge wie ich mich für die kommende Zeit vorbereiten kann. Ich werde für unsere Absprachen einen Mediator einschalten.

Die Auflösung einer Lebensgemeinschaft (hier sogar mit Miteigentum an einem Haus) ist eines jener probleme, die man seriös in diesem Forum nicht beantworten kann. Da gerade für die Auiflösung einer Lebensgemeinschaft keine eigenen Regelungen gelten, muss man auf andere Recvhtsnormen zurückgreifen (Auflösung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Auflösung von Miteigentum an einer Liegenschaft ohne Ehe, Bereicherungsansprüche etc) ist hier eine Beratung durch einen spezialisierten Anwalt notwendig.


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