Trennung - Schadenersatz/Schmerzengeld vom Ex-Partner?

Tannenbaum
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Trennung - Schadenersatz/Schmerzengeld vom Ex-Partner?

Beitragvon Tannenbaum » 29.03.2011, 14:58

Grob die Frage vorab: Ist es möglich, vom Ex-Lebensgefährten in irgendeiner Form Geld einzuklagen dafür, dass er angeblich während der Beziehung ihre Gesundheit ruiniert hätte?

Vorgeschichte:
Paar lebte ca. 20 Jahre zusammen, nicht verheiratet, nun seit über einem Jahr getrennt, sie hat ihn damals verlassen und zog in eine Wohnung aus, die sie ohne sein Wissen angemietet hat. Später wollte sie dann wieder zu ihm zurück, er wollte dann aber nicht mehr. Sie haben ein gemeinsames fast 7-jähriges Kind, Unterhalt geregelt.

Sie versucht seit längerem bereits mit allen möglichen Mitteln, noch mehr Geld von ihm zu bekommen als sie bereits nach der Trennung von ihm erhalten hat. Er hatte ihr Möbel und sonstiges, das sie gekauft hatte oder geleistet hat, ausbezahlt. Dann versuchte sie (erfolglos), rückwirkenden Unterhalt von ihm einzuklagen für die Zeit als sie noch als Familie zusammengelebt haben, obwohl er für sämtliche Wohn- und Kindergartenkosten aufgekommen ist und somit seiner Naturalunterhaltspflicht dem Kind gegenüber voll (sogar mehr als er gehaltsmäßig müsste) nachgekommen ist.

Nun ist sie auf die Idee gekommen, dass sie ihn auf Schadenersatz oder Schmerzengeld verklagen könnte, indem sie behaupten könnte, er wäre immer so gemein und schlecht zu ihr gewesen während der Partnerschaft und soll Schuld dran sein, dass sie krank ist und nun ihren Job verloren hat. Somit will sie wieder mal Geld von ihm bekommen. (Dass er natürlich nicht gemein und schlecht zu ihr war, muss ich hoffentlich nicht extra betonen.) Ihre Einstellung ist bei allem und jedem, das sie selbst getan hat (siehe Polizeiaktionen im nächsten Absatz unten), dass immer alle anderen Schuld dran sind, nur sie selbst nicht.

Dazu zur Erklärung: Sie ist psychisch krank (aber schon seit langem, liegt erblich mehrere Generationen zurück in ihrer Familie, war mehrmals stationär aufgenommen und in ambulanter Betreuung, nimmt Medikamente dafür), wollte schon seit Jahren nicht mehr arbeiten, sondern lieber daheim bleiben, konnte nie mit Geld umgehen (er musste oft ihr Konto ausgleichen) und hat sich im letzten Jahr einige polizeiliche Aktionen geleistet (mehrmals Alkohol, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Fahrerflucht, Selbstmordversuch etc.). Nach der letzten dieser Aktionen wurde sie stationär in der Psychiatrie angehalten und wurde danach gekündigt (Halbtagsjob).

So und nun soll eben der Ex-Lebensgefährte an all dem Schuld sein und sie will auf diese Weise Geld von ihm.

Welche Chancen gibt es dafür, dass sie da mit irgendetwas durchkommen würde?
Dass es keinen Lebensgefährten-Unterhalt gibt, ist klar (es gab keine Ehe), aber sind die Themen Schadenersatz oder Schmerzengeld (oder was sonst noch?) realistisch?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antworten, Hilfe oder Tipps!

ein mann und vater
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Re: Trennung - Schadenersatz/Schmerzengeld vom Ex-Partner?

Beitragvon ein mann und vater » 29.03.2011, 15:03

nach dieser schilderung, vollkommener quatsch. null chance.
in aller kürze, denn das wäre stoff für lange vorlesungen :wink: : die verpflichtenden voraussetzungen für schadenersatz nach ABGB liegen nicht vor. kein gutachten kann je feststellen, dass sein verhalten rechtswidrig, schuldhaft und somit alleinverantwortlich für ihre psychische krankheit ist.
ich diskutiere nicht mit dummköpfen. sie ziehen dich zuerst runter auf ihr niveau und dort haben sie dann mehr erfahrung.

Tannenbaum
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Re: Trennung - Schadenersatz/Schmerzengeld vom Ex-Partner?

Beitragvon Tannenbaum » 30.03.2011, 13:13

Danke für die Antwort! Klingt beruhigend...
Die Gerichte wären sonst wahrscheinlich überfüllt mit solchen Klagen von Ex-Lebensgefährten oder Ex-Ehegatten, wenn so etwas so leicht ginge... :shock:


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