Aufteilung FBH bei 50:50 Regelung

Fragen und Probleme der Doppelresidenzregelung, wenn diese nicht zu den Spezialforen besser passen würden
grabophil
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Aufteilung FBH bei 50:50 Regelung

Beitragvon grabophil » 22.03.2017, 09:11

Mein 11 jähriger Sohn wohnt seit 4 1/2 Jahren auf eigenen Wunsch je zur Hälfte bei der KM und bei mir, es besteht gemeinsame Obsorge, ich bin prinzipiell Geldunterhaltspflichtig.
Der Wechsel findet während der Schulzeit montags statt, die Ferien werden auch 50/50 aufgeteilt, es gibt keinen Streit.

Urlaube zahlt jeder selbst für unseren Sohn, allgemeine Aufwendungen für Hobbies, Kleidung, Fahrrad etc werden geteilt. Viel ausgeglichener geht's praktisch nicht.

Natürlich möchte ich nicht in ein Wespennest stechen, und sollte zufrieden sein

Prinzipiell stellt sich mir die Frage:

Kann in so einem wie unserem Fall die FBH geteilt werden?

Vielen Dank

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dgt
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Re: Aufteilung FBH bei 50:50 Regelung

Beitragvon dgt » 23.03.2017, 16:59

grabophil hat geschrieben:Mein 11 jähriger Sohn wohnt seit 4 1/2 Jahren auf eigenen Wunsch je zur Hälfte bei der KM und bei mir, es besteht gemeinsame Obsorge, ich bin prinzipiell Geldunterhaltspflichtig.
Der Wechsel findet während der Schulzeit montags statt, die Ferien werden auch 50/50 aufgeteilt, es gibt keinen Streit.

Urlaube zahlt jeder selbst für unseren Sohn, allgemeine Aufwendungen für Hobbies, Kleidung, Fahrrad etc werden geteilt. Viel ausgeglichener geht's praktisch nicht.

Natürlich möchte ich nicht in ein Wespennest stechen, und sollte zufrieden sein

Prinzipiell stellt sich mir die Frage:

Kann in so einem wie unserem Fall die FBH geteilt werden?

Das Familienlastenausgleichsgesetz sieht diesen Fall nicht vor und daher auch eine Teilung der FBH.
Dies könnte man zwar anfechten, allerdings gibt es dafür kaum eine Rechtsschutzdeckung. Die Kosten würden (da es rechtlich gut argumentiert werden sollte) mindestens € 3.000,00 betragen. Sie können sich leicht ausrechnen, dass dies nur wenn es erfolgreich ist (dann bekommt man die Kosten der Verfassungsgerichtshofbeschwerde ersetzt) auch wirtschaftlich ist.
Für den Anwalt kann es durchaus eine Prestigesache sein, allerdings macht es kaum einer nur wegen des möglichen Prestiges umsonst.

Man kann es faktisch nur über ein Unterhaltsverfahren faktisch erreichen, da dort der Bezug der FBH mit berücksichtigt wird.


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