Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Forum zur Diskussion über den vorliegenden Entwurf einer Familienrechtsreform.
frust
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Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon frust » 04.01.2011, 08:55

http://derstandard.at/1293369920964/Machos-kriegt-man-in-keinen-Emanzipationskurs
:?: - verpflichtendes Papamonat aber keine gemeinsame Obsorge

Interessant was alles gegen Männer aufgeführt wird:
Arbeitslos, gewalttätig, kommen ihren Pflichten nicht nach, ...

werner
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon werner » 04.01.2011, 13:25

Nach dem Motto: Weil des Nachbars Birke ihre Blätter auf mein Grundstück fallen lässt, starte ich meinen Benzinrasenmäher immer nur wenn der Nachbar in seinem Garten ruht:
derStandard hat geschrieben:Standard: Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) will die automatische gemeinsame Obsorge ...

Heinisch-Hosek: Die verpflichtende gemeinsame Obsorge kommt für mich nicht in Frage.

Standard: ... stattdessen machen Sie sich für eine Beratung für unverheiratete Paare und - im Scheidungsfall - für eine rasche Einigung auf Mindestbesuchszeiten für Väter stark. Ein Arbeitskreis sollte bis Jahresbeginn Expertisen dazu abgeben. Gibt es schon irgendwelche neuen Erkenntnisse?

Heinisch-Hosek: Es liegen Vorschläge vor, aber auch viele Gegenargumente zu dem, was meine Regierungskollegin vorhat. Ich kann eine automatische gemeinsame Obsorge absolut nicht akzeptieren, solange Väter sich ihrer Pflichten nicht bewusst sind. 45.600 Kinder etwa werden vom Staat unterhaltsmäßig bevorschusst, weil ihre Väter keinen Unterhalt zahlen. Solange da keine Disziplin der Verantwortung und des Zahlens einkehrt, brauchen wir nicht von einer verpflichtenden Obsorge reden.
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frust
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon frust » 04.01.2011, 13:58

werner hat geschrieben:Nach dem Motto: Weil des Nachbars Birke ihre Blätter auf mein Grundstück fallen lässt, starte ich meinen Benzinrasenmäher immer nur wenn der Nachbar in seinem Garten ruht:
derStandard hat geschrieben:Standard: Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) will die automatische gemeinsame Obsorge ...

Heinisch-Hosek: Die verpflichtende gemeinsame Obsorge kommt für mich nicht in Frage.

Standard: ... stattdessen machen Sie sich für eine Beratung für unverheiratete Paare und - im Scheidungsfall - für eine rasche Einigung auf Mindestbesuchszeiten für Väter stark. Ein Arbeitskreis sollte bis Jahresbeginn Expertisen dazu abgeben. Gibt es schon irgendwelche neuen Erkenntnisse?

Heinisch-Hosek: Es liegen Vorschläge vor, aber auch viele Gegenargumente zu dem, was meine Regierungskollegin vorhat. Ich kann eine automatische gemeinsame Obsorge absolut nicht akzeptieren, solange Väter sich ihrer Pflichten nicht bewusst sind. 45.600 Kinder etwa werden vom Staat unterhaltsmäßig bevorschusst, weil ihre Väter keinen Unterhalt zahlen. Solange da keine Disziplin der Verantwortung und des Zahlens einkehrt, brauchen wir nicht von einer verpflichtenden Obsorge reden.


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guevara
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon guevara » 04.01.2011, 15:28

frust hat geschrieben:
Interessant was alles gegen Männer aufgeführt wird:
Arbeitslos, gewalttätig, kommen ihren Pflichten nicht nach, ...


wie soll eine frauenministerin den erwartungen ihrer klientel (stärkung und ausbau der frauen(un)rechte) besser gerecht werden, als verbal die väter und männer nieder zu machen. auf den wahrheitsgehalt solcher aussagen kommt es schließlich dabei nicht an, hauptsache sie sind der sache dienlich...

frau bm heinisch-hosek: würden ihre aussagen auch so polemisch klingen, wenn sie nicht das amt der frauenministerin, sondern das der familienministerin (und sie somit wirklich unabhängig(!) zum wohle der kinder agieren könnten) bekleiden würden? eben...

es spricht für sich, dass in der aktuellen obsorgedebatte die frauenministerin "verhandelt", das familienministerium dabei nicht einmal eine untergeordnete rolle spielt :roll:
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon Nachfolgefrau » 04.01.2011, 16:30

Nicht auszudenken, wenn diese BM auch noch mächtig wäre... :wink:
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon ComplicatedCase » 04.01.2011, 16:59

Ich fordere hiermit als Verhandlungspartner zur Fr. Frauenministerin einen Hrn. Männerminister (oder noch besser einen Hrn. Frauenminister und eine Fr. Männerministerin ;)). Weiters fordere ich Männerhäuser (als Rückzugsebene vor gewälttätigen Frauen ... ja auch psychische Gewalt ist Gewalt), verpflichtenden Bundesheer- bzw. Zivildienst für Frauen, gleiches Pensionsalter für Männer und Frauen und die Möglichkeit für Männer in Karenz zu gehen, auch wenn sie unterhaltspflichtig sind (wie macht das eigentlich eine unterhaltspflichtige Frau, wird die dann auch angespannt? :D). Männer efrauzipiert euch :)!

Soviel Polemik in einem Post, bitte nicht übel nehmen, aber die Diskussion auf Bundesebene läuft zZ genauso ab ;)

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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon guevara » 05.01.2011, 00:07

ComplicatedCase hat geschrieben:Ich fordere hiermit als Verhandlungspartner zur Fr. Frauenministerin einen Hrn. Männerminister (oder noch besser einen Hrn. Frauenminister und eine Fr. Männerministerin ;)). Weiters fordere ich Männerhäuser (als Rückzugsebene vor gewälttätigen Frauen ... ja auch psychische Gewalt ist Gewalt), verpflichtenden Bundesheer- bzw. Zivildienst für Frauen, gleiches Pensionsalter für Männer und Frauen und die Möglichkeit für Männer in Karenz zu gehen, auch wenn sie unterhaltspflichtig sind (wie macht das eigentlich eine unterhaltspflichtige Frau, wird die dann auch angespannt? :D). Männer efrauzipiert euch :)!

Soviel Polemik in einem Post, bitte nicht übel nehmen, aber die Diskussion auf Bundesebene läuft zZ genauso ab ;)


da sind sie mit ihren forderungen bei der frauenministerin gerade an der richtigen adresse, immerhin ist sie ja auch "gleichstellungsministerin" :lol: :lol: :lol:

und wenn ein typisches, eindeutig ins familienministerium ressortierendes thema wie gemeinsame obsorge so wenig fachkompetenz erfordert, dass es vom frauenministerium verhandelt werden kann, frage ich mich, warum zb. fragen zur landesverteidigung nicht vom landwirtschaftsministerium, fragen zur bildung nicht vom infrastrukturministerium ect. verhandelt werden... :mrgreen:
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon Nachfolgefrau » 05.01.2011, 16:14

guevara hat geschrieben:und wenn ein typisches, eindeutig ins familienministerium ressortierendes thema wie gemeinsame obsorge so wenig fachkompetenz erfordert, dass es vom frauenministerium verhandelt werden kann, frage ich mich, warum zb. fragen zur landesverteidigung nicht vom landwirtschaftsministerium, fragen zur bildung nicht vom infrastrukturministerium ect. verhandelt werden... :mrgreen:

Reichts nicht, wenn die Fragen zur Landesverteidigung von einem studierten Historiker und eh. Zivildiener, die Fragen zur Staatsfinanz von einem akademischen Bauern, die Themen Innovation/Technologie von einer eh. Handelsschülerin und die Fragen um FAMILIE, JUGEND und Gesundheit von einem gelernten Maschinenschlosser (Werkzeugmacher und Dreher) betreut werden?!!!!

So schauts nämlich aus in Österarm!
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon Dad+2Kids2newLife » 05.01.2011, 17:48

Naja, ich hab auch ganz was anderes studiert, als womit ich jetzt tatsächlich mein Brot verdiene...

Ich denke, so sieht es nicht nur in Österarm aus, sondern weltweit.

Bin schon etwas herumgekommen auf unserem Kugerl, hab selten gesehen, dass Leute in Toppositionen tatsächlich noch das erlernte, studierte Fach ausgeübt haben. Ausgenommen die klar ausgerichteten Professionen wie z.B. Juristen, Mediziner natürlich.

Sehen wir uns doch das Bildungswesen an? Machen wir das? Da haben alle doch das Fach erlernt und gibt es da nicht gewaltige Unterschiede?
Da gibt es die/den einen, die/der nur vom Buch vorliest, oder die/den anderen, die/der aufwändigste Stoffaufbereitung, Exkursionen und Auszubildenden-motivation betreibt und natürlich die/den, welche/r ihren/seinen Frust im Klassenraum los wird und zukünftige leistungsfähige Persönlichkeiten manchesmal geradezu dauerhaft ruiniert...

Fazit: nicht die Ausbildung (Historiker, Werzeugmacher) und/oder die Herkunft (bauer) ist ausschlaggebend, sondern die Persönlichkeit/Tatkraft der Person selbst!

Aber bezügl. der Art und Weise wie gewisse Schlüsselfunktionen in unserem Österarm besetzt werden, geb ich natürlich recht.
Wir könnten da ja auch in anderen Institutionen herumwühlen - z.B. Krankenkassen, ÖBB usw. usw.

Bin da ganz froh, daß meine Leistung privatwirtschaftlich honoriert wird... kann ich mich noch anschauen.

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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon Nachfolgefrau » 05.01.2011, 23:48

@Dad+2Kids2newLife

Natürlich stimme ich ihnen zu, mein Posting war ironisch gemeint. :wink:
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon Dad+2Kids2newLife » 06.01.2011, 22:49

Hätte ich mir eigentlich denken können, :? aber da musste ich einfach posten! 8)

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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon werner » 11.02.2011, 15:48

Die wundersame Wandlung vom Saulus zum Paulus:
http://diestandard.at/1297216116839/Gemeinsame-Obsorge-Heinisch-Hosek-fuer-Antragsrecht-mit-Kriterien

(OK, die Wandlung ist noch nicht vollzogen - aber am richtigen Weg scheint sie zu sein)
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Re: Heinisch-Hosek und die gemeinsame Obsorge

Beitragvon Angelika » 11.02.2011, 16:05

Wie ich schon andernorts bemerkt habe, der Widerstand bröckelt an allen Fronten. Jetzt heißts dranbleiben. :wink:
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