Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus der KM

Bergfix
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Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus der KM

Beitragvon Bergfix » 02.02.2016, 13:47

KM leidet seit Jahren unter Angststörungen. Derzeit hat sie wieder Angstschübe und kann das Haus nicht verlassen (nur mit Hilfe der Kinder, wenn sie bei ihr sind. bzw. leiht sie sich die Kinder am Nachmittag aus, wenn sie bei mir sind). Außerdem trinkt sie wieder mehr Alkohol (laut der Kinder mehrere Flaschen Bier am Tag, weil sie von den Medikamenten so zittert).

Außer, dass ich mir um das psychische Wohl meiner Kinder Sorgen mache, frage ich mich, ob ich den Zustand der KM nicht melden müsste, da die Kinder mj sind. Z.B. beim Jugendamt.

Ich will der KM die Kinder nicht nehmen und es auch nicht versuchen, weil die Kinder sehr an ihr hängen. Aber ich würde sie gerne etwas unter Druck setzen, damit sie sich besser helfen lässt.

Danke, Bergfix

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Re: Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus de

Beitragvon Angelika » 02.02.2016, 14:02

Um Gottes Willen! Wenn sie so etwas dem JWT melden und gleichzeitig selbst die Kinder nicht nehmen wollen, na raten sie, wo die Kinder im worst case dann landen....

Wie stehen die Möglichkeiten, dass sie die Kinder zu sich nehmen? Wie alt sind die Kinder? Dass die Kinder an der KM hängen, das kann man auch mit einem großzügigen Kontaktrecht regeln.
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Re: Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus de

Beitragvon dgt » 02.02.2016, 18:15

Bergfix hat geschrieben:KM leidet seit Jahren unter Angststörungen. Derzeit hat sie wieder Angstschübe und kann das Haus nicht verlassen (nur mit Hilfe der Kinder, wenn sie bei ihr sind. bzw. leiht sie sich die Kinder am Nachmittag aus, wenn sie bei mir sind). Außerdem trinkt sie wieder mehr Alkohol (laut der Kinder mehrere Flaschen Bier am Tag, weil sie von den Medikamenten so zittert).

Außer, dass ich mir um das psychische Wohl meiner Kinder Sorgen mache, frage ich mich, ob ich den Zustand der KM nicht melden müsste, da die Kinder mj sind. Z.B. beim Jugendamt.

Ich will der KM die Kinder nicht nehmen und es auch nicht versuchen, weil die Kinder sehr an ihr hängen. Aber ich würde sie gerne etwas unter Druck setzen, damit sie sich besser helfen lässt.

Mit Verlaub: Die Kinder haben Anspruch darauf weder als Druck- noch als Therapiemittel verwendet zu werden.

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Re: Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus de

Beitragvon Bergfix » 29.02.2016, 17:14

Angelika hat geschrieben:...Wie stehen die Möglichkeiten, dass sie die Kinder zu sich nehmen? Wie alt sind die Kinder? Dass die Kinder an der KM hängen, das kann man auch mit einem großzügigen Kontaktrecht regeln.


Danke Angelika, Die Kinder sind 11 und 17 und wohnen zur Hälfte bei mir. Ich könnte die Kinder auch ganz nehmen, nur hätte ich nie gedacht, nachdem was ich hier so lese, dass ich eine reale Chance hätte, die alleinige Obsorge zu bekommen. Denn, wenn das nicht klappt, dachte ich, dann kann die KM mir jederzeit die Kinder wegnehmen und ich bekomme nur noch die Wochenenden.

Ich habe in der Trennung die Kinder trotz Vollzeitarbeit genommen, damit sie zumindest die Hälfte der Zeit von der alkoholabhängigen KM wegkommen. Und ich habe mich so an ihren Zustand gewöhnt, dass ich lange nichts unternommen habe.

Jetzt, da die Große erzählt, sie müsse Bier für die Mama holen und der Kleine immer öfter Ausreden für sie erfindet, will ich nicht mehr zusehen.

Ich will aber auch nicht in einen aussichtslosen Krieg ziehen und die Kinder sowie die sonst eher unaufgeregte Beziehung zur KM gefährden.

Gibt es nur diese zwei Möglichkeiten: nichts tun oder Krieg?

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Re: Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus de

Beitragvon Angelika » 29.02.2016, 19:34

Die Situation für die Kinder ist inakzeptabel, sorry.

Wie stünden denn die Kinder zur Übersiedlung? (Das ältere Kind wird ja nicht mehr betroffen sein, da das Verfahren vermutlich nicht vor dem 18. Geb. zu Ende sein wird...) Davon hängt viel - um nicht zu sagen "alles" - ab.

Auch das jüngere Kind muss schon von Gericht zu seiner Meinung befragt werden...
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Re: Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus de

Beitragvon 35michi35 » 01.03.2016, 00:46

Angelika hat geschrieben:Die Situation für die Kinder ist inakzeptabel, sorry.

Wie stünden denn die Kinder zur Übersiedlung? (Das ältere Kind wird ja nicht mehr betroffen sein, da das Verfahren vermutlich nicht vor dem 18. Geb. zu Ende sein wird...) Davon hängt viel - um nicht zu sagen "alles" - ab.


Wie ist die Obsorge geregelt und wie der Unterhalt?

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Re: Meldepflicht bei psychischer Störung und Alkoholismus de

Beitragvon Angelika » 01.03.2016, 01:00

Der Unterhalt ist für die Fragestellung völlig unerheblich. Und auch die dzt Obsorgeregelung lässt nicht auf einen erfolgreichen Verfahrensausgang hinsichlich AO für den KV schließen.
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