KM will Kind zurück

H3kk4
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KM will Kind zurück

Beitragvon H3kk4 » 23.09.2015, 00:43

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich an sie mit der Bitte um rechtliche Auskunft, sowie Möglichkeiten zum ua. Fall.

Ich (31, m.) habe mit meiner Ex-Lebensgefährtin (31) die gemeinsame Obsorge unseres gemeinsamen Sohnes (wird im Nov. 8 Jahre). Unser Sohn wohnte bis zum 7.9.2015 bei der KM und ihrem Lebensgefährten im 11. Wiener Gemeindebezirk. Er besuchte dort auch eine GTVS. Bzgl. Besuchsrecht gab es persönliche Vereinbarungen zwischen der KM und mir, wobei jedoch nie Probleme auftraten, da ich mein Kind immer sehen konnte wann ich wollte. Unterhaltszahlungen wurden (auf Wunsch der KM) vom Jugendamt berechnet und komme ich diesen auch seither fristgerecht und ohne Versäumnisse nach.
Zwischen allen Beteiligten (inkl. meiner jetzigen Frau und neuem Partner der KM) herrschte immer und zu jeder Zeit ein gutes Einvernehmen. Selbst, als bei unserem Sohn anfangs der ersten Klasse Verhaltensauffälligkeiten auftraten, konnte ich erreichen, dass die ganze Familie daran arbeitete - was erfolgreich war! (Der Betreuungslehrer kann dies bestätigen).

Nun zur Wendung in der Geschichte:
Am 4.9.2015 wandte sich die KM an mich und meine Frau, wobei sie uns mitteilte, dass sie sich von ihrem Lebensgefährten trennen will. Als Hauptgrund führte sie beginnenden Alkoholismus bei Ihrem Lebensgefährten an. Dies Äußere sich sowohl finanziell (sie gab an pleite zu sein), als auch persönlich (sie führte ua an, dass er jeden Tag nach der Arbeit schon nicht nach Hause kommt, sondern mit Freunden oder Kollegen bereits trinken geht, bis er spätnachts sturzbetrunken nach Hause kam). Weiters gab sie an, dass er Weihnachten 2014 am Heiligen Abend 150€ aus der Spardose des Kindes genommen hat, und dieses anschließend in einer Bar "versoffen" hat. Weiters schilderte sie, dass sie im 11. Bezirk keine Zukunft mehr sieht, da ihr sowohl die Umgebung, als auch die Wohnung nie gefallen hat, jedoch er nie ausziehen wollte. Sie strebe einen Wohnort in unserer Nähe an, da ja gutes Einvernehmen herrscht und die geteilte Obsorge gelebt werden will. Da sie jedoch laut ihren Angaben kein Geld habe und keine Wohnung wo sie spontan hin könne ersuchte sie uns, das Kind bei uns aufzunehmen. Sie ersuchte auch um einen Schulwechsel des Kindes in unserer Nähe, da sie auch einen Wohnort in unserer örtlichen Nähe anstrebte.
Wir sicherten ihr unsere Unterstützung zu - ich muss hier erwähnen, dass wir bis dahin keinen Schimmer von den Geschehnissen mit dem Lebensgefährten hatten, und waren selber entsprechend schockiert, da er uns gegenüber immer nett war.
Entsprechend wurde das Kind im Beisein der KM am 7.9.2015 sowohl an der Schule abgemeldet, als auch am Meldeamt der Wohnsitz geändert. Am 8.9.2015 erfolgte die Anmeldung an der neuen Schule durch mich. Alles abgesprochen und auf Wunsch der KM! Die KM erzählte der Direktorin der Schule im 11. Bezirk auch die Umstände. Der KM wurde weiters von der Direktorin ein Zahlschein von über 500€ übergeben, welches an Schulgelder (inkl. Mahngebühren) noch offen waren. Da die KM angab dies nicht bezahlen zu können, wurde dies von mir übernommen.

Am 10.9.2015 war ich mit der KM gemeinsam am ersten Elternabend in der neuen Schule. Hierbei lernte die KM auch die Direktorin und die neue Lehrerin kennen, welchen sie ebenfalls die Umstände mitteilte. Die KM war in der Zwischenzeit bei einem befreundetem Paar unter gekommen, und holte sie auch das Kind einmal von der Schule ab und verbrachte Zeit mit ihm. Sie hatte nach wie vor die Unterstützung unser ganzen Familie (so sicherte ihr mein Vater die Kaution idHv 1500€ für ein Notfallappartement zu).

Am 14.9.2015 hatte ich dann das letzte Mal persönlich Kontakt mit ihr. Sie wollte unser Kind von der Schule abholen, sich jedoch vorher unter 4 Augen mit mir treffen. Bei diesem Gespräch lies ich mein Handy sicherheitshalber aufnehmen, da in der Vergangenheit schon einmal schlechte Erfahrungen, sowie Verleumdungen vorkamen. Die KM erzählte mir, dass sie wieder Kontakt zu ihrem Lebensgefährten hatte und sie sich nicht ganz sicher ist ob alles so richtig war. Sie bestätigte jedoch, dass er unter einem Alkoholproblem leidet und sie im 11. Bezirk keine Zukunft mehr sieht für sich - wobei der Lebensgefährte nun einem Umzug nicht abgeneigt wäre. Zwischen uns beiden wurde vereinbart, dass sie sich Zeit nimmt, erst mal auf eigenen Beinen steht (da sich noch immer keine Wohnung hatte zu diesem Zeitpunkt), und mit dem Lebensgefährten auch erstmal abwarten ob er sich wirklich geändert hat, etc. Auch wurde vereinbart, dass unser Kind nicht wieder in die Situation in den 11. Bezirk hinein kommen sollte, da ihm bereits die Trennung, sowie der Umzug zu uns erklärt wurde, er sich von der Wohnung im 11. Bezirk verabschiedet hat, und solange die Situation mit dem Lebensgefährten nicht geregelt ist auch kein Kontakt zwischen dem Kind und dem Lebensgefährten sein sollte. Dies war auch im Sinne und Ansicht der Mutter.

Am 15.9.2015 erhielt ich eine Nachricht von der KM dass sie das Kind übers Wochenende zu sich nehmen wollte. Auf Nachfrage wo sie das WE verbringen (da sich noch immer keine Wohnung hatte), wurde sie aggressiv und meinte sie würden im 11. schlafen. Ich hatte dann tel Kontakt zu ihr wo sie mir vorhielt dass ich ihr ihr Kind verbiete, etc. Sie reagierte nicht auf Fragen bzgl. der Situation oder warum plötzlich alles anders ist, da sie auch angab, dass unser Sohn am betreffenden Wochenende auch den Lebensgefährten wieder sehen wird. Kurze Zeit später rief mich auch der Lebensgefährte an, welcher nichts von einer Trennung wissen wollte und auch nichts von Umzug oder dgl. Da ich eine Eskalation verhindern wollte sicherte ich zu, dass sie das Kind haben können übers WE, obwohl ich grobe Bedenken hatte.

Am 16.9.2015 suchte ich das Jugendamt auf, welche eine Erstaufnahme durchführten und wo mir geraten wurde, dass das Kind unter den Umständen nicht in den 11. Bezirk sollte übers Wochenende. Vom Jugendamt wurde ersucht nochmal Kontakt zur KM herzustellen und um eine Regelung bzgl. Besuchszeiten- und Umstände zu vereinbaren. Wie erwatet reagierte die KM nicht auf meine Einladung diesbezüglich, weshalb das Kind am 17.9.2015 von uns von der Schule abgeholt wurde - auf Empfehlung vom Jugendamt! Als die KM dann in der Schule eintraf und bemerkte dass das Kind bereits abgeholt war, läutete sie bei uns zu Hause, sturmläuten am Telefon, etc. Nachdem ich ihr die Sachlage (per SMS) erklärt habe, meinte sie, dass ich ihr das Kind wegnehmen will und ihr nicht geben will, etc. Was ja Blödsinn ist, denn sie durfte ihn ja schon sehen, bzw war es der Vorschlag des Jugendamtes, und auf meine Gesprächseinladung zur Klärung der Situation kam auch keine Reaktion! Außerdem habe ich lediglich Bedenken geäußert bzgl. der Situation im 11. Bezirk! Sonst habe ich nie etwas untersagt, oder dgl.

Am 21.9.2015 erhielt ich eine SMS wonach die KM angab, das Kind am 22.9.2015 von der Schule abzuholen nach dem Mittagessen. Sie ersuchte mich die Dokumente des Kindes ebenfalls mitzugeben (dem kam ich nicht nach). Sie meinte weiters, dass sie keine weiteren Missverständnisse bzgl. dessen möchte und sie bereits mit einem zuständigen Richter gesprochen habe, welcher ihr die Rechtslage ganz gut erklärt habe (ihre Worte). Ich teilte der KM mit, dass erst um 15.30 Uhr Schulschluss wäre, was sie bestätigte.
Um 12 Uhr an dem Tag hatten ich und meine Frau einen Termin im Eltern-Kind-Zentrum unseres zuständigen Bezirkes. Wir sprachen dort mit einer Sozialarbeiterin über die Situation , welche uns ebenfalls riet das Kind nicht in diese Situation zu bringen, und womöglich ehestbaldig beim Bezriksgericht vorstellig werde. Aus diesem Grunde traf ich schon um 15 Uhr an der Schule ein, wo mir jedoch mitgeteilt wurde, dass die KM bereits anwesend war und das Kind gegen 13 Uhr mitgenommen hat. Ich bekam wenig später eine SMS von der KM wo sie angab, dass sie das Kind geholt hätte. Sie gab nicht an wohin, wie lange, etc. Sie ersuchte weiters erneut um die Dokumente, da sie das Kind nun wieder ummelden will (was genau weiß ich leider nicht). Sie fügte hinzu, dass ich das Kind nicht mehr sehen werde bis das übers Gericht entschieden wird. Sie will auch keinerlei persönlichen Kontakt zu mir haben.

Das ist der letzte Stand der Dinge. Ich bin schon etwas verzweifelt, und hoffe, dass mir jemand sagen kann wie es hier mit der rechtlichen Komponente aussieht. Laut Angaben der Sozialarbeiterin sind die Amtsstunden am Gericht immer nur Dienstags vormittags. Das wäre eine Woche die ich warten müsste. Gibt es in solchen Fällen (die KM teilt mir ihre Lebenssituation nicht mit; ich weiß nicht wo genau das Kind jetzt ist, ob er morgen zur Schule kommt, wer ihn abholt, etc; finanzielle Umstände der KM; die Situation mit dem Lebensgefährten;) nicht eine spontane Anlaufstelle? Oder welche Möglichkeiten habe ich?

Ich muss noch anfügen dass dem Kind jedoch niemals Gewalt oder dgl ausgesetzt war - das hätte er mir erzählt, bzw hätten wir es bemerkt.

Ich bedanke mich im Voraus sehr herzlich, jede Kleinigkeit hilft weiter!

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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon dgt » 23.09.2015, 08:26

H3kk4 hat geschrieben:Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich an sie mit der Bitte um rechtliche Auskunft, sowie Möglichkeiten zum ua. Fall.

Ich (31, m.) habe mit meiner Ex-Lebensgefährtin (31) die gemeinsame Obsorge unseres gemeinsamen Sohnes (wird im Nov. 8 Jahre). Unser Sohn wohnte bis zum 7.9.2015 bei der KM und ihrem Lebensgefährten im 11. Wiener Gemeindebezirk. Er besuchte dort auch eine GTVS. Bzgl. Besuchsrecht gab es persönliche Vereinbarungen zwischen der KM und mir, wobei jedoch nie Probleme auftraten, da ich mein Kind immer sehen konnte wann ich wollte. Unterhaltszahlungen wurden (auf Wunsch der KM) vom Jugendamt berechnet und komme ich diesen auch seither fristgerecht und ohne Versäumnisse nach.
Zwischen allen Beteiligten (inkl. meiner jetzigen Frau und neuem Partner der KM) herrschte immer und zu jeder Zeit ein gutes Einvernehmen. Selbst, als bei unserem Sohn anfangs der ersten Klasse Verhaltensauffälligkeiten auftraten, konnte ich erreichen, dass die ganze Familie daran arbeitete - was erfolgreich war! (Der Betreuungslehrer kann dies bestätigen).

Nun zur Wendung in der Geschichte:
Am 4.9.2015 wandte sich die KM an mich und meine Frau, wobei sie uns mitteilte, dass sie sich von ihrem Lebensgefährten trennen will. Als Hauptgrund führte sie beginnenden Alkoholismus bei Ihrem Lebensgefährten an. Dies Äußere sich sowohl finanziell (sie gab an pleite zu sein), als auch persönlich (sie führte ua an, dass er jeden Tag nach der Arbeit schon nicht nach Hause kommt, sondern mit Freunden oder Kollegen bereits trinken geht, bis er spätnachts sturzbetrunken nach Hause kam). Weiters gab sie an, dass er Weihnachten 2014 am Heiligen Abend 150€ aus der Spardose des Kindes genommen hat, und dieses anschließend in einer Bar "versoffen" hat. Weiters schilderte sie, dass sie im 11. Bezirk keine Zukunft mehr sieht, da ihr sowohl die Umgebung, als auch die Wohnung nie gefallen hat, jedoch er nie ausziehen wollte. Sie strebe einen Wohnort in unserer Nähe an, da ja gutes Einvernehmen herrscht und die geteilte Obsorge gelebt werden will. Da sie jedoch laut ihren Angaben kein Geld habe und keine Wohnung wo sie spontan hin könne ersuchte sie uns, das Kind bei uns aufzunehmen. Sie ersuchte auch um einen Schulwechsel des Kindes in unserer Nähe, da sie auch einen Wohnort in unserer örtlichen Nähe anstrebte.
Wir sicherten ihr unsere Unterstützung zu - ich muss hier erwähnen, dass wir bis dahin keinen Schimmer von den Geschehnissen mit dem Lebensgefährten hatten, und waren selber entsprechend schockiert, da er uns gegenüber immer nett war.
Entsprechend wurde das Kind im Beisein der KM am 7.9.2015 sowohl an der Schule abgemeldet, als auch am Meldeamt der Wohnsitz geändert. Am 8.9.2015 erfolgte die Anmeldung an der neuen Schule durch mich. Alles abgesprochen und auf Wunsch der KM! Die KM erzählte der Direktorin der Schule im 11. Bezirk auch die Umstände. Der KM wurde weiters von der Direktorin ein Zahlschein von über 500€ übergeben, welches an Schulgelder (inkl. Mahngebühren) noch offen waren. Da die KM angab dies nicht bezahlen zu können, wurde dies von mir übernommen.

Am 10.9.2015 war ich mit der KM gemeinsam am ersten Elternabend in der neuen Schule. Hierbei lernte die KM auch die Direktorin und die neue Lehrerin kennen, welchen sie ebenfalls die Umstände mitteilte. Die KM war in der Zwischenzeit bei einem befreundetem Paar unter gekommen, und holte sie auch das Kind einmal von der Schule ab und verbrachte Zeit mit ihm. Sie hatte nach wie vor die Unterstützung unser ganzen Familie (so sicherte ihr mein Vater die Kaution idHv 1500€ für ein Notfallappartement zu).

Am 14.9.2015 hatte ich dann das letzte Mal persönlich Kontakt mit ihr. Sie wollte unser Kind von der Schule abholen, sich jedoch vorher unter 4 Augen mit mir treffen. Bei diesem Gespräch lies ich mein Handy sicherheitshalber aufnehmen, da in der Vergangenheit schon einmal schlechte Erfahrungen, sowie Verleumdungen vorkamen. Die KM erzählte mir, dass sie wieder Kontakt zu ihrem Lebensgefährten hatte und sie sich nicht ganz sicher ist ob alles so richtig war. Sie bestätigte jedoch, dass er unter einem Alkoholproblem leidet und sie im 11. Bezirk keine Zukunft mehr sieht für sich - wobei der Lebensgefährte nun einem Umzug nicht abgeneigt wäre. Zwischen uns beiden wurde vereinbart, dass sie sich Zeit nimmt, erst mal auf eigenen Beinen steht (da sich noch immer keine Wohnung hatte zu diesem Zeitpunkt), und mit dem Lebensgefährten auch erstmal abwarten ob er sich wirklich geändert hat, etc. Auch wurde vereinbart, dass unser Kind nicht wieder in die Situation in den 11. Bezirk hinein kommen sollte, da ihm bereits die Trennung, sowie der Umzug zu uns erklärt wurde, er sich von der Wohnung im 11. Bezirk verabschiedet hat, und solange die Situation mit dem Lebensgefährten nicht geregelt ist auch kein Kontakt zwischen dem Kind und dem Lebensgefährten sein sollte. Dies war auch im Sinne und Ansicht der Mutter.

Am 15.9.2015 erhielt ich eine Nachricht von der KM dass sie das Kind übers Wochenende zu sich nehmen wollte. Auf Nachfrage wo sie das WE verbringen (da sich noch immer keine Wohnung hatte), wurde sie aggressiv und meinte sie würden im 11. schlafen. Ich hatte dann tel Kontakt zu ihr wo sie mir vorhielt dass ich ihr ihr Kind verbiete, etc. Sie reagierte nicht auf Fragen bzgl. der Situation oder warum plötzlich alles anders ist, da sie auch angab, dass unser Sohn am betreffenden Wochenende auch den Lebensgefährten wieder sehen wird. Kurze Zeit später rief mich auch der Lebensgefährte an, welcher nichts von einer Trennung wissen wollte und auch nichts von Umzug oder dgl. Da ich eine Eskalation verhindern wollte sicherte ich zu, dass sie das Kind haben können übers WE, obwohl ich grobe Bedenken hatte.

Am 16.9.2015 suchte ich das Jugendamt auf, welche eine Erstaufnahme durchführten und wo mir geraten wurde, dass das Kind unter den Umständen nicht in den 11. Bezirk sollte übers Wochenende. Vom Jugendamt wurde ersucht nochmal Kontakt zur KM herzustellen und um eine Regelung bzgl. Besuchszeiten- und Umstände zu vereinbaren. Wie erwatet reagierte die KM nicht auf meine Einladung diesbezüglich, weshalb das Kind am 17.9.2015 von uns von der Schule abgeholt wurde - auf Empfehlung vom Jugendamt! Als die KM dann in der Schule eintraf und bemerkte dass das Kind bereits abgeholt war, läutete sie bei uns zu Hause, sturmläuten am Telefon, etc. Nachdem ich ihr die Sachlage (per SMS) erklärt habe, meinte sie, dass ich ihr das Kind wegnehmen will und ihr nicht geben will, etc. Was ja Blödsinn ist, denn sie durfte ihn ja schon sehen, bzw war es der Vorschlag des Jugendamtes, und auf meine Gesprächseinladung zur Klärung der Situation kam auch keine Reaktion! Außerdem habe ich lediglich Bedenken geäußert bzgl. der Situation im 11. Bezirk! Sonst habe ich nie etwas untersagt, oder dgl.

Am 21.9.2015 erhielt ich eine SMS wonach die KM angab, das Kind am 22.9.2015 von der Schule abzuholen nach dem Mittagessen. Sie ersuchte mich die Dokumente des Kindes ebenfalls mitzugeben (dem kam ich nicht nach). Sie meinte weiters, dass sie keine weiteren Missverständnisse bzgl. dessen möchte und sie bereits mit einem zuständigen Richter gesprochen habe, welcher ihr die Rechtslage ganz gut erklärt habe (ihre Worte). Ich teilte der KM mit, dass erst um 15.30 Uhr Schulschluss wäre, was sie bestätigte.
Um 12 Uhr an dem Tag hatten ich und meine Frau einen Termin im Eltern-Kind-Zentrum unseres zuständigen Bezirkes. Wir sprachen dort mit einer Sozialarbeiterin über die Situation , welche uns ebenfalls riet das Kind nicht in diese Situation zu bringen, und womöglich ehestbaldig beim Bezriksgericht vorstellig werde. Aus diesem Grunde traf ich schon um 15 Uhr an der Schule ein, wo mir jedoch mitgeteilt wurde, dass die KM bereits anwesend war und das Kind gegen 13 Uhr mitgenommen hat. Ich bekam wenig später eine SMS von der KM wo sie angab, dass sie das Kind geholt hätte. Sie gab nicht an wohin, wie lange, etc. Sie ersuchte weiters erneut um die Dokumente, da sie das Kind nun wieder ummelden will (was genau weiß ich leider nicht). Sie fügte hinzu, dass ich das Kind nicht mehr sehen werde bis das übers Gericht entschieden wird. Sie will auch keinerlei persönlichen Kontakt zu mir haben.

Das ist der letzte Stand der Dinge. Ich bin schon etwas verzweifelt, und hoffe, dass mir jemand sagen kann wie es hier mit der rechtlichen Komponente aussieht. Laut Angaben der Sozialarbeiterin sind die Amtsstunden am Gericht immer nur Dienstags vormittags. Das wäre eine Woche die ich warten müsste. Gibt es in solchen Fällen (die KM teilt mir ihre Lebenssituation nicht mit; ich weiß nicht wo genau das Kind jetzt ist, ob er morgen zur Schule kommt, wer ihn abholt, etc; finanzielle Umstände der KM; die Situation mit dem Lebensgefährten;) nicht eine spontane Anlaufstelle? Oder welche Möglichkeiten habe ich?

Ich muss noch anfügen dass dem Kind jedoch niemals Gewalt oder dgl ausgesetzt war - das hätte er mir erzählt, bzw hätten wir es bemerkt.

Ich bedanke mich im Voraus sehr herzlich, jede Kleinigkeit hilft weiter!

Auf die Schnelle kann nur eine einstweilige Maßnahme des Jugendamts helfen. Weiters sofort eine spezialisierte Beratung aufsuchen, damit Anträge auf einstweilige Maßnahmen bei Gericht gestellt werden können.
Rechtlich sind Sie derzeit in einer ziemlich schlechten Position, da der hauptsächliche Aufenthalt des Kindes bei der KM ist. Herausgeben müssen Sie das Kind nur aufgrund einer Verfügung des Richters. Die Polizei darf Das kind nicht holen!
Da das Kind in die Schule geht ist absehrbar, dass eine Gezerre vor der Schule losgehen wird, wer ist zuerst dort.

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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon H3kk4 » 23.09.2015, 09:19

Danke für die schnelle Antwort.
Das Kind hat seinen Lebensmittelpunkt nicht mehr bei der KM - genau darum geht's. Er wohnt seit 7.9.2015 bei uns, wo er gemeldet ist, und von wo er eigentlich zur Schule geht. Auch aufgrund der Aussagen der KM will sie für sich und das Kind den Lebensmittelpunkt NICHT da haben wo sie sich gerade befinden.
Als Update: die KM hat das Kind heut morgen zur Schule gebracht und der Direktorin ggü geäußert dass sie sich eine Wohnung in der Nähe suchen möchte (obwohl dies gestern in der Nachricht genau anders rum kam) - weiters schrieb sie ins mitteilungsheft dass ich nicht befugt wäre das Kind von der Schule abzuholen.

Nein, Gezerre vor der Schule, bzw im allgemeinen und überhaupt in Gegenwart des Kindes will ich tunlichst vermeiden!

guevara
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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon guevara » 23.09.2015, 20:55

H3kk4 hat geschrieben:Das Kind hat seinen Lebensmittelpunkt nicht mehr bei der KM - genau darum geht's. Er wohnt seit 7.9.2015 bei uns, wo er gemeldet ist


Es kommt nicht darauf an, wo das Kind wohnsitzgemeldet ist, sondern wo das Gericht bei der Scheidung den "haupsächlichen Aufenthaltsort" festgelegt hat.

Eine Meldung nach dem Meldegesetz allein ändert nichts am gerichtlichen Beschluss, in welchem das Aufenthaltsbestimmungsrecht geregelt ist.
Und dieses Aufenthaltsbestimmungsrecht kann eben nur mit einer neuerlichen Gerichtsentscheidung abgeändert werden.
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

guevara
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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon guevara » 23.09.2015, 21:01

Ergänzung:

Da das Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht bei Ihnen liegt, sind Sie daher tatsächlich rechtlich nicht befugt, das Kind von der Schule abzuholen.
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

H3kk4
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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon H3kk4 » 24.09.2015, 00:22

Es bestand nie eine Ehe. Nach der Geburt folgte die vaterschaftsanerkennung, sowie geteiltes Sorgerecht. Unser Sohn wohnte auch bis 2012 im gemeinsamen Haushalt mit der KM und mir. Der Begriff "Aufenthaltsbestimmungsrecht" sagt mir dzt noch nichts. Werde mich einlesen.
Danke für die Antworten!

Mfg

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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon dgt » 24.09.2015, 08:55

H3kk4 hat geschrieben:Es bestand nie eine Ehe. Nach der Geburt folgte die vaterschaftsanerkennung, sowie geteiltes Sorgerecht. Unser Sohn wohnte auch bis 2012 im gemeinsamen Haushalt mit der KM und mir. Der Begriff "Aufenthaltsbestimmungsrecht" sagt mir dzt noch nichts. Werde mich einlesen.
Danke für die Antworten!

Aufgrund dieser Info bin ich der Meinung, dass Sie genauso befugt sind das Kind von der Schule abzuholen. Die Mitteilung der KM ist rechtlich unerheblich. Bringen Sie der Direktion eine Kopie der amtlichen Urkunde über das Obsorgerecht beider Eltern.

guevara
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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon guevara » 24.09.2015, 10:19

dgt hat geschrieben:
H3kk4 hat geschrieben:Es bestand nie eine Ehe. Nach der Geburt folgte die vaterschaftsanerkennung, sowie geteiltes Sorgerecht. Unser Sohn wohnte auch bis 2012 im gemeinsamen Haushalt mit der KM und mir. Der Begriff "Aufenthaltsbestimmungsrecht" sagt mir dzt noch nichts. Werde mich einlesen.
Danke für die Antworten!

Aufgrund dieser Info bin ich der Meinung, dass Sie genauso befugt sind das Kind von der Schule abzuholen.

@dgt

Wenn der KV das Kind von der Schule abholen und gegen den Willen der KM zu sich nach Hause verbringen will, steht ihm dann nicht § 162, Abs.2 ABGB entgegen?

"Haben die Eltern vereinbart oder das Gericht bestimmt, welcher der obsorgeberechtigten Elternteile das Kind hauptsächlich in seinem Haushalt betreuen soll, so hat dieser Elternteil das alleinige Recht, den Wohnort des Kindes zu bestimmen."?
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon H3kk4 » 24.09.2015, 12:08

[b]"Haben die Eltern vereinbart oder das Gericht bestimmt, welcher der obsorgeberechtigten Elternteile das Kind hauptsächlich in seinem Haushalt betreuen soll, so hat dieser Elternteil das alleinige Recht, den Wohnort des Kindes zu bestimmen."?[/b]

Die Eltern haben am 05.09.2015 vereinbart, dass das Kind hauptsächlich im Haushalt des Kindesvaters betreut werden soll! (Da die KM weder über Unterkunft, noch über jedwege Barmittel, oder sonstiges Geld verfügte)

Mit der KM wurde vereinbart, dass sie (auf ihren Wunsch) in die örtliche Nähe zieht, sobald was passendes gefunden wurde, um danach die Betreuung flexibel zu gestalten! Weiters wurde vereinbart, dass das Kind nicht wieder in Berührung mit der "alten" Situation kommt (dies betrifft sowohl die Wohnung im 11. Bezirk, als auch den Umgang mit dem Ex-Lebensgefährten der KM). Dem Allen stimmte die KM zu und wurde dies auch in ihrem Sinne so entschieden.

Doch einen Tag später will sie das Kind plötzlich wieder über das ganze Wochenende in den 11. Bezirk mitnehmen und dort soll er (laut ihren Angaben) auch wieder in Kontakt mit dem Lebensgefährten der Mutter kommen. Ich Äußerte meine Bedenken, bot Optionen an (Bezahlung eines Thermen-Wochenendes durch mich für die KM und Kind; Landhaus meines Vaters, etc.), doch alles wurde verneint - sie wollte unbedingt wieder in den 11. Bezirk mit ihm. Aber ich habe ihr den Kontakt natürlich nicht verboten, da es mir auch rechtlich nicht zusteht. Das Jugendamt schlug vor (nach Schilderung des Sachverhaltes) das Kind nicht wieder in diese Situation zu lassen und nochmal den Dialog zur Mutter zu suchen - was ich tat, jedoch erfolglos, da sie jeglichen Kontakt seither verweigert. Aufgrund dessen wurde Vom Jugendamt empfohlen das Kind vorm betreffenden Wochenende früher abzuholen, damit die Mutter quasi nicht als Erster dort ist. Dem kam ich nach - wodurch die KM seither komplett auf Konfrontation schaltet und behauptet, dass ich ihr ihr Kind wegnehme und ihn nicht zu ihr lasse, etc.

Zur Klarstellung:
Das Kind ist nicht mehr bei mir! Die KM hat ihn am 22.09.2015 ohne mit mir Rücksprache zu halten verfrüht von der Schule abgeholt und ist seither bei ihr. Laut ihren Angaben (Nachricht) untersagt sie mir jeglichen Kontakt zum Kind, solange das Gericht nicht entschieden hat. Weiters verlangt sie die Dokumente des Kindes da sie ihn (laut ihren Angaben) wieder bei sich melden will. Auf Fragen meinerseits wird nicht geantwortet.

Mfg

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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon guevara » 24.09.2015, 14:50

"Haben die Eltern vereinbart oder das Gericht bestimmt..."

Habs fast befürchtet, dass Sie diesen Passus missinterpretieren werden...

Das bedeutet im Klartext, dass nur dann das Gericht über das "Heim erster Ordnung" bestimmt, wenn sich die Eltern nicht einig werden können.

Das bedeutet aber NICHT, dass eine innerelterliche Vereinbarung ALLEIN auskunft darüber gibt, bei welchem Elternteil der rechtmässige "hauptsächliche Aufenthaltsort" des Kindes ist.
Die Eltern müssen diese Vereinbarung auch dem Gericht vorlegen, damit diese auch rechtswirksam werden kann.

Als Sie damals (am Standesamt oder bei Gericht) die gemeinsame Obsorge erhielten, automatisch hatten Sie diese als unehelicher Vater ja nicht, musste dabei doch auch festgelegt worden sein, bei welchem Elternteil denn nun das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt.

Sehen Sie doch einfach einmal in der amtlichen Obsorgebestätigung oder im gerichtlichen Obsorgebeschluss nach.
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

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Re: KM will Kind zurück

Beitragvon guevara » 25.09.2015, 13:15

guevara hat geschrieben: Sehen Sie doch einfach einmal in der amtlichen Obsorgebestätigung oder im gerichtlichen Obsorgebeschluss nach.

Ergänzung:

Sollte wider Erwarten in diesem Schriftstück kein "Heim erster Ordnung" angeführt sein, kommt dann ebenfalls der KM das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu, wie es eben das Gesetz bei unverheirateten Müttern vorsieht.

Dieses Aufenthaltsbestimmungsrecht kann, wie bereits erwähnt, nur gerichtlich abgeändert werden, wobei es derzeit auch bei gemeinsamer Obsorge nur bei einem Elternteil liegen kann/darf, was sich aber bereits demnächst ändern könnte:
http://derstandard.at/2000022664037/Ver ... elresidenz
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.


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