Geregelte Versorgung?

elwolf
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Geregelte Versorgung?

Beitragvon elwolf » 02.08.2015, 22:34

Sg. Forumsmitglieder,
mein 14-jähriger Sohn lebt bei seiner Mutter.
Die folgende Frage ist mir fast ein wenig peinlich, aber im Internet finde ich nichts über dieses Thema.

Da seine Mutter weder Frühstück, (warmes) Mittag- oder Abendessen "anbietet" ernährt er sich hauptsächlich vom Schulbuffet, Pizza und Kebab.

Gibt es so etwas wie ein gesetzliches "Recht" eines Kindes auf eine tägliche warme Mahlzeit? Oder ist die Grundversorgung irgendwie geregelt?

Ich meine diese Frage durchaus ernst...
Vielen Dank für ihre Infos!

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dgt
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Re: Geregelte Versorgung?

Beitragvon dgt » 04.08.2015, 08:19

elwolf hat geschrieben:Sg. Forumsmitglieder,
mein 14-jähriger Sohn lebt bei seiner Mutter.
Die folgende Frage ist mir fast ein wenig peinlich, aber im Internet finde ich nichts über dieses Thema.

Da seine Mutter weder Frühstück, (warmes) Mittag- oder Abendessen "anbietet" ernährt er sich hauptsächlich vom Schulbuffet, Pizza und Kebab.

Gibt es so etwas wie ein gesetzliches "Recht" eines Kindes auf eine tägliche warme Mahlzeit? Oder ist die Grundversorgung irgendwie geregelt?

Ich meine diese Frage durchaus ernst...
Vielen Dank für ihre Infos!

In dieser speziellen Formulierung gibt es das nicht. ABER:
ABGB: Kindeswohl

§ 138. In allen das minderjährige Kind betreffenden Angelegenheiten, insbesondere der Obsorge und der persönlichen Kontakte, ist das Wohl des Kindes (Kindeswohl) als leitender Gesichtspunkt zu berücksichtigen und bestmöglich zu gewährleisten. Wichtige Kriterien bei der Beurteilung des Kindeswohls sind insbesondere
1. eine angemessene Versorgung, insbesondere mit Nahrung, medizinischer und sanitärer Betreuung und Wohnraum, sowie eine sorgfältige Erziehung des Kindes;

durchsetzen kann man dieses Recht nicht, sondern nur über ein Obsorgeverfahren (Antrag auf Übertragung der Obsorge)

elwolf
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Re: Geregelte Versorgung?

Beitragvon elwolf » 04.08.2015, 23:15

Vielen Dank für Ihre Antwort Herr Tews.

Habe heute (gemeinsam mit der KM) die zuständige Sozialarbeiterin besucht. Deren Meinung zu diesem Thema: "Ähhhh, jaaaa, das jann ich so nicht sagen. Jedes Kind ist da anders. Wichtig ist nur, dass der Kühlschrank voll ist." So ging es dann eine zeitlang dahin, bis sie mit den Worten schloss (zur Kindesmutter): So, und jetzt gehn sie zu meiner Kollegin. Die wird dann den Unterhalt EINTREIBEN." Wohlgemerkt... Ich zahle seit 11 (!!) Jahren pünktlich und wie vereinbart. Soviel zum Thema Diskriminierung.


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