Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

sissi 81
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Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon sissi 81 » 27.10.2014, 16:47

Hab ich überhaupt ein Recht auf die Osorge meiner Kinder, wenn ich unter einer psychischen Erkrankung leide? (rezdivierende depressive Episoden), Ich habe meine Erkrankung gut im Griff und hatte schon lange keinen Rückfall mehr? Mein Nochehemann sagt, einer psychisch Erkrankten lassen sie sowieso die Kinder nicht. Ich bin total verzweifelt? Wie ist das rechtlich wirklich? :|

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon dgt » 27.10.2014, 17:41

sissi 81 hat geschrieben:Hab ich überhaupt ein Recht auf die Osorge meiner Kinder, wenn ich unter einer psychischen Erkrankung leide? (rezdivierende depressive Episoden), Ich habe meine Erkrankung gut im griff und hatte schon lange keinen Rückfall mehr? Mein Nochehemann sagt, einer psychisch Erkrankten lassen sie sowieso die Kinder nicht. Ich bin total verzweifelt? Wie ist das rechtlich wirklich?

Da das Feld "psychische Erkrankung" ein sehr weites ist, kann man das unmöglich vorhersagen. Generell NEIN kann man aber nicht sagen.

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon sissi 81 » 19.11.2014, 17:37

Gibt es keine Bsb. für ähnlich gelagerte Fälle!!!?

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon dgt » 19.11.2014, 19:10

sissi 81 hat geschrieben:Gibt es keine Bsb. für ähnlich gelagerte Fälle!!!?

ohne konkrete Kenntnis der Befunde und eines Gutachtens lässt sich wirklich keine Einschätzung abgeben.

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon Angelika » 19.01.2015, 23:04

Über die Auswirkungen psychischer Erkrankungen können wir hier überhaupt nicht diskutieren, dazu sind die Diagnosen zu verschieden und die Zukunftsaussichten nicht zu prognostizieren.

Ich kann nur soviel sagen, dass die Ex meines Mannes trotz schwerwiegender diagnostizierter psychischer Störungen die Obsorge über 2 Kinder bekam und behielt. Auch wiederholte mehrmonatige stationäre Aufenthalte waren für diesen greisen und kurz vor der Pensionierung stehenden Richter kein Problem.

Jedoch wurde es ihr dann selbst zuviel, als das jüngste Kind 15 war und sie drängte dem KV (meinem Mann) die Obsorge und das Kind auf.
Zu diesem Zeitpunkt befürwortete auch das JA bereits, die Obsorge meinem Mann zu übertragen.

Für die Kinder waren diese schwerkranke Mutter und die Situationen mit ihr jedoch eine Katastrophe, an der sie bis jetzt (10 Jahre später und seit vielen Jahren zu uns übersiedelt) leiden.

Soviel zu den Einzelfällen, die sie nie vergleichen können.

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon Karin » 20.01.2015, 14:38

sissi 81 hat geschrieben:Hab ich überhaupt ein Recht auf die Osorge meiner Kinder, wenn ich unter einer psychischen Erkrankung leide? (rezdivierende depressive Episoden), Ich habe meine Erkrankung gut im griff und hatte schon lange keinen Rückfall mehr? Mein Nochehemann sagt, einer psychisch Erkrankten lassen sie sowieso die Kinder nicht. Ich bin total verzweifelt? Wie ist das rechtlich wirklich?


Der Ex meines LG wurde die Obsorge trotz schwerer psychischer Probleme inkl. mehrmaliger (zwangsweiser) Aufenthalte in psych. Kliniken (stützend auf ein sehr bedenkliches SV-Gutachten) zugesprochen. Dass daraus ein jahrelanger Kontaktabbruch zwischen KV (-Familie) und Kindern resultierte, war mitunter durch die pych. Störung der KM und den immer wieder wechselnden (jungen) Richtern zu begründen.
Liebe Grüße
Karin

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon rivella » 28.04.2016, 23:10

auf mich trifft das auch zu. ich bin seit 18 jaharen krank, habe die krankheit sehr gut im griff.

vor 1 jahr war ich freiwillig stationär für 3 wochen, weil ich rechtzeitig einem starken tief (depression) gegensteuern wollte. 2 wochen später war die scheidung, meine tochter hat seitdem mit meiner zustimmung ihren aufenthalt beim kv. meine tochter ist 7 und findet das nicht so gut.
wir haben geteilte obsorge (er wollte mir das nehmen). davor habe ich sie hauptsächlich betreut. ich war nach der klinik 6 wochen in der tagesklinik, 6 wochen auf reha, besuche wöchentlich eine shg und mache wöchentlich psychotherapie. bis november war ich im krankenstand, seit jänner arbeite ich wieder. ich bin medikamentös sehr gut eingestellt und fühle mich gut, bin wieder gut im alltag eingebettet und belastbar.

der grund, weswegen sie beim vater wohnt, ist somit nicht mehr gegeben. ich würde gerne dem wunsch meiner tochter nachkommen und es möglich machen, dass sie wieder mit mir leben darf. der kv möchte das nicht. ob ich wohl eine reale chance habe?
mit lieben grüßen
rivella

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon dgt » 29.04.2016, 12:00

rivella hat geschrieben:auf mich trifft das auch zu. ich bin seit 18 jaharen krank, habe die krankheit sehr gut im griff.

vor 1 jahr war ich freiwillig stationär für 3 wochen, weil ich rechtzeitig einem starken tief (depression) gegensteuern wollte. 2 wochen später war die scheidung, meine tochter hat seitdem mit meiner zustimmung ihren aufenthalt beim kv. meine tochter ist 7 und findet das nicht so gut.
wir haben geteilte obsorge (er wollte mir das nehmen). davor habe ich sie hauptsächlich betreut. ich war nach der klinik 6 wochen in der tagesklinik, 6 wochen auf reha, besuche wöchentlich eine shg und mache wöchentlich psychotherapie. bis november war ich im krankenstand, seit jänner arbeite ich wieder. ich bin medikamentös sehr gut eingestellt und fühle mich gut, bin wieder gut im alltag eingebettet und belastbar.

der grund, weswegen sie beim vater wohnt, ist somit nicht mehr gegeben. ich würde gerne dem wunsch meiner tochter nachkommen und es möglich machen, dass sie wieder mit mir leben darf. der kv möchte das nicht. ob ich wohl eine reale chance habe?

Kann man nicht vernünftig beurteilen. Nur die Begründung "Der Grund, weswegen sie beim Vater wohnt, ist somit nicht mehr gegeben" zählt nicht. Wenn ist aktuell zu buerteilen, ob ein neuerlicher Wechsel des hauptsächlichen Aufenthalts verbunden mit allen anderen Argumenten dem Kindeswohl besser dient, als die Beibehaltung.
Der Wunsch der Tochter spielt nur eine ganz untergeordnete Rolle, zumal Kinder (vor allem in diesem Alter) sich oft nach der Erwartungshaltung der Eltern richten (daher die Tochter womöglich dem Vater sagt, sie will bei ihm bleiben).

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon gualterius » 04.05.2016, 15:57

Bei rivella sieht man, anhand eines Vaterbeispiels, welche Übermacht der hauptbetreuende Elternteil hat... Daher muss eine Doppelresidenz her, ohne wenn und aber. Damit wäre auch das Thema "psychisch krank" vom Tisch.

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon dgt » 05.05.2016, 19:06

gualterius hat geschrieben:Bei rivella sieht man, anhand eines Vaterbeispiels, welche Übermacht der hauptbetreuende Elternteil hat... Daher muss eine Doppelresidenz her, ohne wenn und aber. Damit wäre auch das Thema "psychisch krank" vom Tisch.

Meine höchstpersönliche Meinung ist: Gott bewahre die Kinder vor einer Doppelresidenz, ohne wenn und aber.

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Re: Recht auf Obsorge trotz psychischer Erkrankung der KM?

Beitragvon gualterius » 06.05.2016, 22:23

Ich habe jetzt einen Tag darüber nachdenken müssen, was gegen die Doppelresidenz sprechen könnte. Wenn der andere Elternteil natürlich der Entwicklung des Kindes ganz klar abträglich ist - eben aufgrund zu hoher psychischer Belastungen für das Kind - , wäre es keine gute Idee Doppelresidenz verordnen zu müssen...


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