KINDERBEISTAND

chessplayer
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KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 23.06.2016, 12:22

Mein Sohn und ich haben uns nun wechselseitig 11 Monate nicht gesehen.

Die vom Gericht eingesetzten Besuchsmittler beschreiben die Situation als hochkonfliktbehaftet. Das merkwürdige daran ist wohl, dass die Situation vor Jahren viel extremer war.

Nun kommt von Seiten der Besuchsmittlung der Vorschlag für das Kind einen Kinderbeistand einzusetzen.

Warum konnte das nicht schon vor Jahren bewerkstelligt werden? Jetzt nachdem er mich fast ein Jahr nicht gesehen hat und er bereits negativ indoktriniert ist, möchte man solch einen Kinderbeistand einsetzen.....

Ich fahre permanent umsonst zu den Abholwochenenden (ca. 400 km). Es wird mir über die Besuchsmittlung, die auch dabei anwesend ist, dann mitgeteilt, das mein Sohn nicht mitfahren möchte. Danach gibt es von meiner Seite wieder einen Antrag auf Beugestrafe. Mittlerweile gibt es, nachdem die letzte Beugestrafe verhängt wurde, wieder fünf offene Anträge.

Ist es gescheit, das Gericht, in einer Mitteilung verpackt, auf die offenen Aufträge hinzuweisen und nachzufragen warum eine weitere Verhängung ausbleibt?

Kann ich nun auch Anträge auf Beugestrafe stellen, wenn ich nicht zur Abholung fahre?(es wurde und wird von Seiten der KM der BM ja mitgeteilt, dass es kein Mitfahren geben wird)


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35michi35
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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon 35michi35 » 23.06.2016, 12:38

Fährst du nur hin und dann wieder heim?
Bekommst du Deinen Sohn gar nicht zu Gesicht?
Oder warum unternimmst in seinem Wohnort nichts mit ihm?

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 23.06.2016, 12:48

35michi35 hat geschrieben:Fährst du nur hin und dann wieder heim?
Bekommst du Deinen Sohn gar nicht zu Gesicht?
Oder warum unternimmst in seinem Wohnort nichts mit ihm?



JA

NEIN

NICHT MÖGLICH....weil es eben verhindert wird


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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 23.06.2016, 13:36

BG verhängt per Beschluss zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Beugestrafe.

KM legt dagegen einen Rekurs ein.

Während dieser Zeit bis zur Entscheidung des LG vergehen wieder mehrere Wochen, wobei in dieser Zeit wieder mehrere BWE verweigert werden.

Dann gibt es eine Entscheidung des LG, dass den Beschluss des BG bestätigt.

Werden nun diese Anträge, die nun während der Entscheidungsfindung des LG eingebracht wurden miteinbezogen oder gilt das quasi schon als neu?

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 23.07.2016, 12:39

Nachdem nun per Beschluss ein Kinderbeistand bestellt wurde, legte die KM nun sogar dagegen einen Rekurs ein.

Diese Entscheidung 8 Ob 61/14 z ist mE gar nicht gut....vor allem schwächt dies die Stellung des NOB nur noch mehr

https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20140723_OGH0002_0080OB00061_14Z0000_000

Vor allem die Punkte 4 und die Punkte 6 ff machen mir weiche Knie


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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 23.07.2016, 13:16

Sowohl die Besuchsmittlung als auch der Kinderbeistand sind individuell anfechtbar....was auch immer das heißen mag

Warum ist es dann möglich den Beschluss über die Bestellung der Besuchsmittlung mit dem § 44 AußStrg (vorläufige Verbindlichkeit/vollstreckbarkeit eines Beschlusses) zu versehen, gegen den es kein Rechtsmittel gibt, bei der Bestellung des Kinderbeistandes ist das nicht möglich?

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon dgt » 24.07.2016, 18:01

chessplayer hat geschrieben:Sowohl die Besuchsmittlung als auch der Kinderbeistand sind individuell anfechtbar....was auch immer das heißen mag

Warum ist es dann möglich den Beschluss über die Bestellung der Besuchsmittlung mit dem § 44 AußStrg (vorläufige Verbindlichkeit/vollstreckbarkeit eines Beschlusses) zu versehen, gegen den es kein Rechtsmittel gibt, bei der Bestellung des Kinderbeistandes ist das nicht möglich?

Mir ist kein rechtlicher Grund bekannt, warum § 44 AußStrG nicht auch beim Kinderbeistand angewendet werden könnte.

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 24.07.2016, 18:57

dgt hat geschrieben:
chessplayer hat geschrieben:Sowohl die Besuchsmittlung als auch der Kinderbeistand sind individuell anfechtbar....was auch immer das heißen mag

Warum ist es dann möglich den Beschluss über die Bestellung der Besuchsmittlung mit dem § 44 AußStrg (vorläufige Verbindlichkeit/vollstreckbarkeit eines Beschlusses) zu versehen, gegen den es kein Rechtsmittel gibt, bei der Bestellung des Kinderbeistandes ist das nicht möglich?

Mir ist kein rechtlicher Grund bekannt, warum § 44 AußStrG nicht auch beim Kinderbeistand angewendet werden könnte.



Ist das eine persönliche Entscheidung des Richters ohne zutun der Parteien, oder erfolgt dies erst auf Anregung, sprich Antrag?


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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon dgt » 25.07.2016, 08:05

chessplayer hat geschrieben:
dgt hat geschrieben:
chessplayer hat geschrieben:Sowohl die Besuchsmittlung als auch der Kinderbeistand sind individuell anfechtbar....was auch immer das heißen mag

Warum ist es dann möglich den Beschluss über die Bestellung der Besuchsmittlung mit dem § 44 AußStrg (vorläufige Verbindlichkeit/vollstreckbarkeit eines Beschlusses) zu versehen, gegen den es kein Rechtsmittel gibt, bei der Bestellung des Kinderbeistandes ist das nicht möglich?

Mir ist kein rechtlicher Grund bekannt, warum § 44 AußStrG nicht auch beim Kinderbeistand angewendet werden könnte.



Ist das eine persönliche Entscheidung des Richters ohne zutun der Parteien, oder erfolgt dies erst auf Anregung, sprich Antrag?

Antrag ist unzulässig; von Amts wegen oder auf Anregung der Parteien.

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 28.07.2016, 17:38

Aufgrund der in meinem Fall unterschiedlichen Voraussetzungen der Bestellungen von Besuchsmittlung und Kinderbeistand wird der Beschluss hinsichtlich der Bestellung des Kinderbeistandes nicht mit der vorläufigen Zuerkennung von Verbindlichkeit....versehen.

Und es ist eigentlich egal wie ich nun agiere, selbst dies wird sich nun über viele Monate hinziehen.

Kann ich dahingehend einen Antrag auf ein ausgedehntes Informationsrecht mit diesem §44 AußStrg, die Zuerkennung einer vorläufigen Verbindlichkeit, versehen?

Im Februar hatte ich schon einmal einen Antrag auf ein ausgedehntes Informationsrecht gestellt. Dieser Antrag wurde mit der Begründung abgelehnt, da der Kindesvater ohnehin in Kürze wieder einen geregelten Besuchskontakt ausüben kann...wie gesagt, diesen Satz las ich im März.....jetzt ist bald August, keine Info....aber auch kein Besuchskontakt oder jeglicher andersweitiger Kontakt


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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 02.10.2016, 15:53

Welche Maßnahmen/Sanktionen können von Seiten der Behörde getroffen werden bzw. werden getroffen, wenn der AOB verweigert mit dem KB (Kinderbeistand) zu sprechen/zusammenzuarbeiten oder dieser, Gespräche/Treffen zwischen KB und dem Minderjährigen verhindert?

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon dgt » 02.10.2016, 16:48

chessplayer hat geschrieben:Welche Maßnahmen/Sanktionen können von Seiten der Behörde getroffen werden bzw. werden getroffen, wenn der AOB verweigert mit dem KB (Kinderbeistand) zu sprechen/zusammenzuarbeiten oder dieser, Gespräche/Treffen zwischen KB und dem Minderjährigen verhindert?

Beugestrafe
Antrag auf Obsorgeübertragung an den JWT für
* die Kommunikation mit dem Kinderbeistand
* Vorführung des Kindes zum Gutachter
* Übergabe zum Kontaktrecht
* Übergabe an die Besuchsbegleitung

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 04.10.2016, 14:16

Gibt es jemanden der Erfahrung mit einem Kinderbeistand hat?

Mich interessiert zwar in erster Linie die Erfahrung aus der Sichtweise eines NOB, aber gerne nehme ich auch input von einer AOB.

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon Angelika » 14.10.2016, 14:08

Beim Verein erzählen uns viele Herren von sehr guten Erfahrungen mit dieser Institution.
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Verein "Dialog für Kinder - Österreich"
http://www.dialogfuerkinder.at

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 19.10.2016, 20:15

Der Kinderbeistand ist ja quasi als "Anwalt" des Kindes zu sehen.

KM verweigert Gespräch mit Kinderbeistand und verhindert auch, dass der KB Kontakt zum Kind und umgekehrt aufnehmen kann.

Kann und wird der KB von ihm aus dahingehend Maßnahmen setzen? Welcher Art wären diese?

Normalerweise wird auch das Gericht vom KB nur in Ausnahmefällen informiert, und wäre oben beschriebener Sachverhalt dahingehend ein Grund?

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon dgt » 20.10.2016, 08:50

chessplayer hat geschrieben:Der Kinderbeistand ist ja quasi als "Anwalt" des Kindes zu sehen.

KM verweigert Gespräch mit Kinderbeistand und verhindert auch, dass der KB Kontakt zum Kind und umgekehrt aufnehmen kann.

Kann und wird der KB von ihm aus dahingehend Maßnahmen setzen? Welcher Art wären diese?

Normalerweise wird auch das Gericht vom KB nur in Ausnahmefällen informiert, und wäre oben beschriebener Sachverhalt dahingehend ein Grund?

Maßnahmen setzen kann nur das Gericht zB teilweise die Obsorge entziehen und auf den JWT übertragen.

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 21.10.2016, 10:53

dgt hat geschrieben:
chessplayer hat geschrieben:Der Kinderbeistand ist ja quasi als "Anwalt" des Kindes zu sehen.

KM verweigert Gespräch mit Kinderbeistand und verhindert auch, dass der KB Kontakt zum Kind und umgekehrt aufnehmen kann.

Kann und wird der KB von ihm aus dahingehend Maßnahmen setzen? Welcher Art wären diese?

Normalerweise wird auch das Gericht vom KB nur in Ausnahmefällen informiert, und wäre oben beschriebener Sachverhalt dahingehend ein Grund?

Maßnahmen setzen kann nur das Gericht zB teilweise die Obsorge entziehen und auf den JWT übertragen.



Beschluss zur Einsetzung des Kb seit vier Wochen rechtskräftig.

Dem Kb war es jedoch bisher nicht möglich, besser gesagt, es wurde ihm nicht ermöglicht, Kontakt mit meinem Sohn aufzunehmen.

Auch hier wird ein Beschluss ignoriert.

Liegt es nun wieder an mir einen Antrag auf Beugestrafe zu stellen, oder ist dies Sache des Kb?

Im Grunde genommen ist ja der NOB hinsichtlich Kb völlig Außenstehender.

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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 25.01.2017, 13:41

Nachdem der KB eingesetzt und ein anschließender Rekurs der KM durch das Rekursgericht abgewiesen und somit rechtskräftig wurde, sollte diese Einsetzung wohl gelten?

Es gab in diesen sieben Monaten nicht einmal einen Kontakt des KB mit der KM, trotz unzähliger Kontaktversuche des KB, trotz festgelegter Tagsatzungen (KM teilte schon vorab mit, dass sie an den Tagsatzungen nicht teilnehmen wird)

Es gibt jedoch Anträge der KM den KB abzusetzen.....Anträge abgewiesen....jetzt gibt es einen Rekurs zu diesen Abweisungen

Richter ließ nun in seinem letzten Beschluss verlauten, dass gewisse Zweifel an der Obsorgefähigkeit der KM angebracht sind....als Konter wird er von der KM ganz offen als ausländerfeindlich bezeichnet.....für die KM sind die Einsetzung des KB und auch das Verhalten des Richters massiv kindeswohlgefährdend!!!



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Re: KINDERBEISTAND

Beitragvon chessplayer » 18.04.2017, 20:09

So gehts natürlich auch....

Vor mehr als zehn Monaten wurde der Kinderbeistand eingesetzt. Es gab beinahe dreißig!! Versuche des KB ein Gespräch mit der Mutter zu führen. Alles verweigert. Auch zu mittlerweile drei angesetzten Tagsatzungen ist die Kindesmutter nicht erschienen.

Nun hat der KB um seine Abberufung gebeten...ohne je ein Wort mit der Mutter oder meinen Sohn gewechselt zuhaben

Konsequenzen für diese Verweigerungen? 0,00


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