KM versucht, Kontakt zu kürzen

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KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 10.03.2016, 19:03

Hallo!
Ich habe inzwischen einen Antrag bei Gericht gestellt und wurde prompt (verbal) attackiert vom Vater der KM, ich solle den Antrag zurückziehen, ansonsten mache man mich fertig.

Des weiteren war gestern eine Art Anhörung (fast Vernehmung) beim Amt für Kinder- und Jugendhilfe der Stadt xxx (also nicht die Familiengerichtshilfe), bei einer Diplomsozialarbeiterin, die mich letztlich auch von meinem Antrag abbringen wollte unter anderem mit dem Argument, es sei sehr eng formuliert und ließe den Kindern keinen Freiraum. Irgendwie warnte sie mich auch vor den Folgen, dass die Kinder nicht mehr freiwillig zu mir wollten. Sie hat die Wohnung der KM vorgestern besucht.

Die KM versucht inzwischen den von mir beantragten Freitag/Samstag-Kontakt einmalig aufzuweichen wegen einer Einladung demnächst, die die Kinder am Freitag hätten und auf Samstag/Sonntag zu verlegen. Mit dem Zusatz, die Kinder möchten es so. Also wäre ich der Böse, wenn ich das den Kindern vermiese. Ich habe angeboten, die Kinder zur Einladung hinzubringen, auch wenn die Mutter (wie ich vermute) ebenfalls eingeladen ist und dann wieder zu holen.

Mein Antrag enthält im Grunde "nur" die jetzt üblichen Zeiten plus den bis vor einem halben Jahr üblichen Zeiten, die mit ihrer Salamitaktik allmählich weniger geworden sind. Ihr Gegenantrag, wie heute erst im Gericht gelesen, spricht bei diesen "Zusatzzeiten" von Entgegenkommen außerhalb der Kernzeiten. Den Kernzeiten würde sie zustimmen.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon Angelika » 10.03.2016, 21:11

Wie at sind die Kinder und wie lautet die derzeitige gerichtliche Regelung? Was hat der JWT damit zu tun?
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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 10.03.2016, 21:46

Die Kinder sind 7 und 5. Es gibt keine gerichtliche Regelung. Das ist der erste Antrag. Die Diplomsozialarbeiterin hat die ganze Zeit versucht, mir einen Rückzug schmackhaft zu machen. Mit dem Argument u.a. dass sie soviel Erfahrung hätte. Ich sehe sie somit als parteiisch an. Ich blieb aber standhaft. Sie sagte auch, sie sei weder die Jugendanwaltschaft, noch die Familiengerichtshilfe.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon Limonea » 12.03.2016, 07:53

gualterius hat geschrieben:Die Diplomsozialarbeiterin hat die ganze Zeit versucht, mir einen Rückzug schmackhaft zu machen. Mit dem Argument u.a. dass sie soviel Erfahrung hätte. Ich sehe sie somit als parteiisch an. Ich blieb aber standhaft.


Es ist völlig normal, dass das JA versucht die Eltern zu einer einvernehmlichen Regelung zu bewegen. Das hat nichts mit "parteiisch" zu tun. Das Gericht ist dazu auch verpflichtet. Es kann durchaus passieren, dass das Gericht die Eltern zu einer Mediation (hier zumindest Erstgespräch) oder einer Erziehungsberatung verpflichtet, bevor es irgendwas beschließt.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 12.03.2016, 18:39

Ich habe einen Antrag eingebracht, der die bisher einvernehmlichen Zeiten fixieren soll. Da macht das Drängen zum Zurückziehen mit dem Hinweis, Einvernehmlichkeit sei besser keinen Sinn. Einvernehmlichkeit sei besser als fixierte Einvernehmlichkeit.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 12.03.2016, 20:52

Woher kommen eigentlich diese Spam Angriffe auf Kyrillisch? Wissen Sie, wer dahinter steckt?

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon dgt » 13.03.2016, 12:50

gualterius hat geschrieben:Woher kommen eigentlich diese Spam Angriffe auf Kyrillisch? Wissen Sie, wer dahinter steckt?

Natürlich nicht.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon Limonea » 13.03.2016, 15:36

gualterius hat geschrieben:Ich habe einen Antrag eingebracht, der die bisher einvernehmlichen Zeiten fixieren soll. Da macht das Drängen zum Zurückziehen mit dem Hinweis, Einvernehmlichkeit sei besser keinen Sinn. Einvernehmlichkeit sei besser als fixierte Einvernehmlichkeit.


Sie habe davor geschrieben, dass Sie nicht nur die derzeitige Regelung sondern auch die Zeiten "von vor einem halben Jahr" beantragt haben. Um ein reines Fixieren des Status Quo dürfte es also doch nicht gehen.
Man kann eine einvernehmliche Regelung auch vor Gericht treffen, die dann zB vom Gericht genehmigt wird. Die ist genauso gültig, als hätte das Gericht das entschieden. Der Unterschied wäre eben, dass die Parteien die Regelung selber gestalten. Man kann auch einvernehmlich in einem gewissen Rahmen auch Flexibilität vereinbaren: in Kombination mit Ersatztagen, oder mit "Kontingenten".
Zb: Jeder hat X Tage für Familienfeiern, besonderes Anlässe, usw. Diese Tage müssen 3 Monate im Voraus bekannt gegeben werden.
Also da kann man mit ein bisschen Fantasie schon auch etwas basteln, das einerseits eine stabile Regelung darstellt und andererseits auch etwas Freiraum lässt.
Der Trend geht bei den Gerichten deutlich in die Richtung, dass die Eltern (in neuen Verfahren) zunächst einmal aufgefordert werden, eine einvernehmliche Lösung zu finden, bevor die ganze Maschinerie angeworfen wird. Insofern hat auch der JWT durchaus korrekt und keineswegs parteiisch gehandelt.

Sie werden dann eh sehen, wie ihr Richter "drauf" ist. Vielleicht rotzt er auch irgendeinen durchschnittlichen Beschluss hin, ohne groß auf ein Einvernehmen einzuwirken.
Die "Geschichte" muss dann halt noch einige Jahre funktionieren. Ohne, dass der Vater dann bei der ganzen Familie als der große Bösewicht dasteht, was die Kinder zwangsweise mitbekommen.
Die eigentliche Herausforderung kommt erst nach dem Beschluss.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 14.03.2016, 01:45

Um ein reines Fixieren des Status Quo dürfte es also doch nicht gehen.


Gibt es ein Kriterium, ab wann Status Quo ein Status Quo ist? Ein halbes Jahr? Ein viertel Jahr? Mit Salamitaktik vom 100% Status Quo von vor einem halben Jahr zum jetzigen Status Quo von 90%? So peu a peu.

Ihren Post werte ich als konstruktiven Hinweis.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 14.03.2016, 12:42

Also die Logik scheint mir nicht schlüssig, nach dem der Status Quo von vor 3 Monaten kein Status Quo und der von vor einem halben Jahr eigentlich auch kein Status Quo mehr sein soll, da eine Herbstferienwoche ja erst im nächsten Herbst überhaupt erst zum "Nicht-Status-Quo" werden könnte.

Warum die KM und die Sozialarbeiterin auf einmal behaupten könnten, Einvernehmen sei besser (und zieh sofort den Antrag zurück, sonst machen wir dich fertig), denn es gäbe ja gar kein Einvernehmen auf den bisherigen gewohnten Zeiten, ist mir daher auch nicht schlüssig.

Also besonders unschlüssig ist daran: Einvernehmen sei besser, denn es gäbe bisher kein Einvernehmen. Das läge daran, weil ich einen Status Quo will, der zuletzt letzten Herbst ein Status Quo war. Der sei schon lang kein Status Quo mehr (nämlich seit Herbst). Also wie kann ich nur ein halbes Jahr danach beantragen, dass die Herbstferien zum Status Quo gehören!

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 11.05.2016, 12:29

Hallo!
Es kam jetzt eine Ladung zur Tagsatzung. Ich habe in der Zwischenzeit noch einen Antrag auf gesonderte Sommerferienregelung für Sommer 2016 gestellt. Daher hat man sich offenbar beeilt.
Beigefügt war die Ablehnung "zur Gänze" durch die Mutter und eine Stellungnahme der Sozialarbeiterin (SA). Die Mutter schlägt - nachdem sie ihr Entsetzen ausdrückt über meine Vorgehensweise (sprich meine erwünschte gerichtliche Regelung) - Kernbesuchszeiten von 2 mal einer Woche vor, im Gegensatz zu meinen erwünschten 4 Wochen. Darüber hinaus möchte sie flexibel sein. Sie hätte spontanen Ausflugswünschen immer zugestimmt.

Die SA hat mich offenbar "wahrlich" begutachtet: Sie traf sich 3mal mit der Mutter, einmal davon mindestens mit den Kindern. Bei mir, wie ich mit den Kindern war, war sie nicht. Es gab nur eine Besprechung in ihrem Büro.
Sie spricht von einer komplexen Problematik. Der Mutter sei immer ein unbefangener Kontakt der Kinder zu mir wichtig gewesen, schreibt sie. Ich hätte die Mediation abgebrochen (habe ich nicht, ich habe allerdings am Ende die Vereinbarung nicht unterschrieben). Die Mutter hätte mich im Februar gebeten, die Kinder ca eine Stunde früher zurückzubringen. Die Tagesabläufe der Kinder hätten sich verändert und ich erledige die Hausübungen nicht richtig. (Stimmt nicht, es war eine vorwurfsvolle SMS, sie könne das Hausübungsproblem nicht anders lösen, als die Kinder früher zu holen.) Mittlerweile (nach meinem Antrag) würde das aber klappen.

Das Vertrauen der Kinder zur Mutter sei sehr groß und das erleichtert ihnen den Umgang mit der aktuellen Situation. Die Kinder würden sich mehr Flexibilität und Entgegenkommen meinerseits hinsichtlich der Freitagnachmittag-Kontakte wünschen. Dann sagt sie noch sinngemäß, ich wäre in der Besprechung renitent gewesen (Ich bezogen).
Sie hält auch ein "Grundgerüst" von einer Übernachtung wöchentlich "für sinnvoll"; 2 Tage mit Übernachtung zusätzlich in den kurzen Ferien, sowie 2 Wochen in den Sommerferien.

MfG Gualterius

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 25.07.2016, 18:08

Update: Ich habe inzwischen einen Vergleich erreicht. Darin wurden zusammengefasst 6 Tage als Minimum als Normalkontakt unterm Jahr und im Sommer 2 Wochen fixe Ferienkontaktzeiten festgelegt. Die Richterin hatte darüber hinaus aber empfohlen (ich habe das zusätzlich protokolliert, den Wortlaut des Vergleichs kann ich übermitteln bei Bedarf), weitere Kontaktzeiten einvernehmlich zu gestalten.
Die KM tut nun aber so, als ob alles geregelt sei. Außerdem hatte die Richterin empfohlen, nicht die Kinder zu befragen, um einen Loyalitätskonflikt zu verhindern. Das tut die KM aber. Prompt äußert meine Tochter (7) wieder Unbehagen, wenn sie bei mir zusätzlich übernachten soll. Mit den Worten der KM: "Du hast uns eh bald eine ganze Woche." Sie wollte daraufhin nicht übernachten. Zusätzlich wollte die KM aber beim Abholen dann mein Einverständnis. Ich sagte vor der Tochter, dass ich nicht einverstanden sei, aber meine Tochter nicht zwingen werde zu bleiben. Außerdem solle sie nicht befragt werden. Worauf die KM antwortete, das finde sie schon.

Wie würden sie weiter reagieren? Lästig bleiben und die KM zur Einhaltung der Vergleichsabmachungen auffordern? Was würden sie den Kindern erklären? Ohne dass es gegen mich verwendet werden kann. Als Manipulation meinerseits z.B.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 25.07.2016, 19:50

gualterius hat geschrieben:Darin wurden zusammengefasst 6 Tage als Minimum als Normalkontakt unterm Jahr und im Sommer 2 Wochen fixe Ferienkontaktzeiten festgelegt. Die Richterin hatte darüber hinaus aber empfohlen (ich habe das zusätzlich protokolliert,...

Korrektur/Ergänzung:
- 6 Tage pro Monat, als Minimum
- ich habe ein Zusatzprotokoll erstellt, aber nicht in den Akt legen lassen

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon dgt » 26.07.2016, 07:36

gualterius hat geschrieben:Update: Ich habe inzwischen einen Vergleich erreicht. Darin wurden zusammengefasst 6 Tage als Minimum als Normalkontakt unterm Jahr und im Sommer 2 Wochen fixe Ferienkontaktzeiten festgelegt. Die Richterin hatte darüber hinaus aber empfohlen (ich habe das zusätzlich protokolliert, den Wortlaut des Vergleichs kann ich übermitteln bei Bedarf), weitere Kontaktzeiten einvernehmlich zu gestalten.
Die KM tut nun aber so, als ob alles geregelt sei. Außerdem hatte die Richterin empfohlen, nicht die Kinder zu befragen, um einen Loyalitätskonflikt zu verhindern. Das tut die KM aber. Prompt äußert meine Tochter (7) wieder Unbehagen, wenn sie bei mir zusätzlich übernachten soll. Mit den Worten der KM: "Du hast uns eh bald eine ganze Woche." Sie wollte daraufhin nicht übernachten. Zusätzlich wollte die KM aber beim Abholen dann mein Einverständnis. Ich sagte vor der Tochter, dass ich nicht einverstanden sei, aber meine Tochter nicht zwingen werde zu bleiben. Außerdem solle sie nicht befragt werden. Worauf die KM antwortete, das finde sie schon.

Wie würden sie weiter reagieren? Lästig bleiben und die KM zur Einhaltung der Vergleichsabmachungen auffordern? Was würden sie den Kindern erklären? Ohne dass es gegen mich verwendet werden kann. Als Manipulation meinerseits z.B.

man tut sich sehr schwer den Inhalt des Vergleichs zu erschliessen.
Was heißt sechs Tage als Minimum? Wenn die Tage nicht fix mit Datum und Uhrzeit fixiert sind, kann man den vergleich wegschmeissen, weil er dann nicht durchsetzbar wäre. "Zusatzempfehlungen" sind für die Fische. Durchsetzbar sind nur exakte Vergleiche und Beschlüsse.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon Angelika » 01.08.2016, 17:51

gualterius hat geschrieben:Update: Ich habe inzwischen einen Vergleich erreicht. Darin wurden zusammengefasst 6 Tage als Minimum als Normalkontakt unterm Jahr und im Sommer 2 Wochen fixe Ferienkontaktzeiten festgelegt. Die Richterin hatte darüber hinaus aber empfohlen (ich habe das zusätzlich protokolliert, den Wortlaut des Vergleichs kann ich übermitteln bei Bedarf), weitere Kontaktzeiten einvernehmlich zu gestalten.

Wenn im Vergleich wirklich nicht mehr geregelt ist, dann können sie damit - sorry - ihr Klo tapezieren. Unbrauchbar. Ich rede von Tagen, Zeiten, Ort der Abholung, Ferien, Feiertage, Mutter- Vatertag, Weihnachten usw.
"Einvernehmlich regeln" funktioniert sowieso nie.

Das alles muss gerichtlich geregelt sein, andernfalls können sie es nicht gerichtlich durchsetzen (und sind wieder auf den goodwill der Ex angewiesen).

Kinder MÜSSEN erst ab 10 vom Gericht befragt werden. Bei jüngeren Kindern gäbe es die Möglichkeit von SV-Gutachten od Kinderbeistand, um die Meinung der Kinder zu erheben.
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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon gualterius » 02.08.2016, 22:46

Danke. Ich hab es auf jeden Fall zur Kenntnis genommen. Ich werde vielleicht etwas detaillierter. Die Mutter ist in der Zwischenzeit kooperativer. Die Kinder sind wieder etwas ruhiger. Ich komme damit etwas "zurechter". Ich rechne aber mit Schlimmerem.

Derweil dachte ich, sie können den thread gern, falls von allgemeinem Vorteil für die Thematik - Erkennung, gerne umbennen in "KM versucht, Kontakt zu kürzen".

PS. Ich meinte das mit dem kooperativer insgesamt und generell. Ich kann jetzt nicht den Vergleich aufkündigen.

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Re: KM versucht zu verlegen

Beitragvon Angelika » 03.08.2016, 13:44

gualterius hat geschrieben:Derweil dachte ich, sie können den thread gern, falls von allgemeinem Vorteil für die Thematik - Erkennung, gerne umbennen in "KM versucht, Kontakt zu kürzen".
done
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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 02.10.2016, 20:43

Hallo, mal wieder nach einer längeren relativ ruhigen Phase im Sommer.

Heute war ein Schulklassenausflug organisiert von den Eltern für Eltern und Kinder. Dieser fiel eigentlich in die (von ihr diktierte, nicht gerichtliche) Betreuungszeit der KM. Ich war aber eingeladen, sowohl da alle Eltern eingeladen waren, als auch mündlich persönlich, da die Elternsprecherin auch nichts von Kontaktzeiten weiß natürlich. Die KM hatte mich per SMS gewarnt, nicht aufzutauchen, ich hätte da nichts verloren. Im Gerichtsvergleich steht darüber nichts, nur dass sich die Eltern die Zeiten ausmachen und über die 6 Tage pro Monat Minimum Alltagskontakt möglich sein soll. Aber irgendwie denk ich mir laienhaft, es ist ja ein Unterschied, ob ich bei ihr in der Straße auftauche oder auf einer Hüttenwanderung von allen Eltern. Kontaktverbot außerhalb der vereinbarten Kontaktzeiten besteht meines Wissens nicht ausdrücklich, außer es besteht automatisch. Darüber wäre ich aber nicht aufgeklärt gewesen.

Ich bin natürlich hin. Die KM hat mich daraufhin hysterisch auf einem Parkplatz vor dem Treffpunkt(geh weg! du stalkst uns!) des Stalking bezichtigt und gedroht, die Polizei zu rufen. Zeugen gab es sogar, aber vielleicht haben die nichts verstanden außer Geschrei.

- Ist ein Schulklassenausflug für Eltern und Kinder eine öffentliche Veranstaltung und allgemein zugänglich oder nur dem betreuenden Elternteil vorbehalten?
- Ist es schon Stalking, wenn man trotzdem auftaucht? Oder braucht es dazu einen Gerichtsbeschluss?
- Ist es, einem Stalking vorzuwerfen, schon falsche Verdächtigung, Nötigung oder Ehrenbeleidigung?

Die Szene war sehr böse und vor den Kindern ausgetragen; d.h. ich habe m.E. nichts ausgetragen, sondern mich nur gewehrt und gesagt, "das sind nur deine Regeln". Als die Kinder wurden von ihr gefragt wurden, ob sie mit mir oder ihr hin wollen, habe ich gesagt "lass die Kinder aus dem Spiel". Sie sagte noch, jetzt kommen wir wegen dem Trottel zu spät, ich ruf die Polizei... also Wohlverhalten kann ich das nicht nennen.
Sie rechtfertigt das mit meinem Verstoß offenbar.

Ich bin dann, wie meine Kinder geweint haben, schließlich gegangen. Wie ein Hund mit eingezognem Schwanz.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon dgt » 03.10.2016, 06:46

gualterius hat geschrieben:Hallo, mal wieder nach einer längeren relativ ruhigen Phase im Sommer.

Heute war ein Schulklassenausflug organisiert von den Eltern für Eltern und Kinder. Dieser fiel eigentlich in die (von ihr diktierte, nicht gerichtliche) Betreuungszeit der KM. Ich war aber eingeladen, sowohl da alle Eltern eingeladen waren, als auch mündlich persönlich, da die Elternsprecherin auch nichts von Kontaktzeiten weiß natürlich. Die KM hatte mich per SMS gewarnt, nicht aufzutauchen, ich hätte da nichts verloren. Im Gerichtsvergleich steht darüber nichts, nur dass sich die Eltern die Zeiten ausmachen und über die 6 Tage pro Monat Minimum Alltagskontakt möglich sein soll. Aber irgendwie denk ich mir laienhaft, es ist ja ein Unterschied, ob ich bei ihr in der Straße auftauche oder auf einer Hüttenwanderung von allen Eltern. Kontaktverbot außerhalb der vereinbarten Kontaktzeiten besteht meines Wissens nicht ausdrücklich, außer es besteht automatisch. Darüber wäre ich aber nicht aufgeklärt gewesen.

Ich bin natürlich hin. Die KM hat mich daraufhin hysterisch auf einem Parkplatz vor dem Treffpunkt(geh weg! du stalkst uns!) des Stalking bezichtigt und gedroht, die Polizei zu rufen. Zeugen gab es sogar, aber vielleicht haben die nichts verstanden außer Geschrei.

- Ist ein Schulklassenausflug für Eltern und Kinder eine öffentliche Veranstaltung und allgemein zugänglich oder nur dem betreuenden Elternteil vorbehalten?
- Ist es schon Stalking, wenn man trotzdem auftaucht? Oder braucht es dazu einen Gerichtsbeschluss?
- Ist es, einem Stalking vorzuwerfen, schon falsche Verdächtigung, Nötigung oder Ehrenbeleidigung?

Die Szene war sehr böse und vor den Kindern ausgetragen; d.h. ich habe m.E. nichts ausgetragen, sondern mich nur gewehrt und gesagt, "das sind nur deine Regeln". Als die Kinder wurden von ihr gefragt wurden, ob sie mit mir oder ihr hin wollen, habe ich gesagt "lass die Kinder aus dem Spiel". Sie sagte noch, jetzt kommen wir wegen dem Trottel zu spät, ich ruf die Polizei... also Wohlverhalten kann ich das nicht nennen.
Sie rechtfertigt das mit meinem Verstoß offenbar.

Ich bin dann, wie meine Kinder geweint haben, schließlich gegangen. Wie ein Hund mit eingezognem Schwanz.

Auch wenn das Verhalten der KM durchaus zu kritisieren ist, es war abzusehen, dass das schief geht, noch dazu wo vorher das SMS kam. Man trennt sich in der Regel nicht, damit man Schulausflüge gemeinsam macht. Primär ist wohl der betreuende Elternteil dafür zuständig. In einem Verfahren wird man Ihnen das eher vorwerfen.

gualterius hat geschrieben: - Ist ein Schulklassenausflug für Eltern und Kinder eine öffentliche Veranstaltung und allgemein zugänglich oder nur dem betreuenden Elternteil vorbehalten?

Es ist KEINE öffentliche Veranstaltung,. Hinterhef laufen sit aber nicht verboten.
gualterius hat geschrieben:- Ist es schon Stalking, wenn man trotzdem auftaucht? Oder braucht es dazu einen Gerichtsbeschluss?

Nein
gualterius hat geschrieben:- Ist es, einem Stalking vorzuwerfen, schon falsche Verdächtigung, Nötigung oder Ehrenbeleidigung
?
Nein
Fazit: wieder einmal die Empfehlung eine klare gerichtliche Regelung anstreben.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 03.10.2016, 11:52

Wäre eine Selbstanzeige wegen Stalkings ratsam?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon dgt » 03.10.2016, 15:24

gualterius hat geschrieben:Wäre eine Selbstanzeige wegen Stalkings ratsam?

Nein, der Vorwurf des Stalkings wegen des Ausflugs ist vollkommen lächerlich.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 03.10.2016, 17:06

Muss ich den stalking Vorwurf widerspruchslos hinnehmen?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 03.10.2016, 21:55

Oder ihr sagen, "hei ich ruf bei der Polizei für dich an"...?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon dgt » 04.10.2016, 07:14

gualterius hat geschrieben:Muss ich den stalking Vorwurf widerspruchslos hinnehmen?

müssen nicht; aber wozu diskutieren?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 04.10.2016, 08:18

Na ja, vielleicht kommt das harmlos rüber, aber die hat hysterisch herumgeschrien vor den Kindern, zum Telefon gegriffen und ist auf mich zugeschritten mit "geh weg, ich ruf die Polizei" auf einem öffentlichen Parkplatz. Ich möchte nicht als Stalker bezeichnet werden und dastehn als einer, der gerade noch Glück hatte, dass ich keine Wegweisung am Hals habe... Mit dem "da war doch was"- Stempel. Vor den Kindern nicht, vor den Zeugen nicht. Die macht das nochmal.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 04.10.2016, 08:28

Ob das nicht doch Nötigung ist?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon dgt » 04.10.2016, 09:28

gualterius hat geschrieben:Ob das nicht doch Nötigung ist?

Nichmal: man soll Blödheiten der Gegenseite nicht unnötigen aufblasen!
Stellen Sie einen Kontaktrechtsregelungantrag, da kann man sich (wenn auch unnötig) solche Vorwürfe wechselseitig um die Ohren hauen (kostet mehr, bringt nichts).
Wichtig ist, endlich eine durchsetzbare Regelung zu erhalten.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 04.10.2016, 11:26

Diffamierung kann man doch nicht hinnehmen?! Kachelmann hat 30 Millionen verloren mit so einem Schmarrn.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon dgt » 04.10.2016, 11:32

gualterius hat geschrieben:Diffamierung kann man doch nicht hinnehmen?! Kachelmann hat 30 Millionen verloren mit so einem Schmarrn.

Lassen Sie die Kirche im Dorf. Der Vorwurf an Kachelmann war ganz ein anderer, als so ein Muckenfurz im Wald (Entschuldigung).
Aber: jeder kann tun was er will, ich bin nur der Warner :-)

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 04.10.2016, 18:24

Ok, Kachelmann wurde als Vergewaltiger und Gewalttäter hingestellt von einer gewissenlosen Falschbeschuldigerin...

Aber was muss man eigentlich alles hinnehmen? Die andere geht ohne Hemmungen verbal auf mich los. Und ich muss das fallenlassen, weil ich sonst als streitsüchtig da stehe... bzw. nur weil ich keine Chancen hab und weil ich der Klügere sein muss.

Auch wenn Deeskalation oft ratsamer ist... Aber danken tut einem das keiner. Die Kinder auch nicht.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon chessplayer » 04.10.2016, 19:51

@gualterius

Also sie müssen ja brav was gespart haben.....denn so wie sie drauf sind werden das mehr als zehn sehr teure Jahre werden.....am Ende werden sie mit hardboiled-eggs dastehen und nach Luft schnappen

Sie werden sich zumindest zeitweise einen RA gönnen müssen....ohne einen gewissen Puffer wird es zu emotional, wie man bereits sieht


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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 04.10.2016, 20:03

Ironie verstanden

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 04.10.2016, 21:27

Aber man sollte vor lauter Pragmatismus nicht vergessen, wie es sich als Opfer einer falschen Beschuldigung anfühlt.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 07.10.2016, 22:47

Der nächste Ausflug (beim anderen Kind) bahnte sich an und ich habe per whatsapp zugesagt, bevor sie zusagen konnte. Diesmal hat sie geantwortet, dass sie (KM mit Kindern) nicht kommen, wenn ich hingehe.
Jetzt kann's natürlich passieren, dass ich unbeliebt werde bei den anderen Eltern. Aber ich gehe ganz normal hin. Alles andere wäre ein gravierender taktischer Fehler meines Erachtens. Wieso muss man sich in diesem System im Vorhinein einem zu erwartenden Wunsch der KM beugen?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 09.10.2016, 16:30

Sie war nicht da. Und die Eltern waren freundlich zu mir.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 09.10.2016, 16:33

Das sind die wahren Probleme. Aus dem Alltag der Kinder gedrängt werden. Und forzierte Eigentore schießen.

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon Limonea » 09.10.2016, 18:44

gualterius hat geschrieben:Sie war nicht da. Und die Eltern waren freundlich zu mir.


War das Kind da?

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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon dgt » 11.10.2016, 08:23

gualterius hat geschrieben:Der nächste Ausflug (beim anderen Kind) bahnte sich an und ich habe per whatsapp zugesagt, bevor sie zusagen konnte. Diesmal hat sie geantwortet, dass sie (KM mit Kindern) nicht kommen, wenn ich hingehe.
Jetzt kann's natürlich passieren, dass ich unbeliebt werde bei den anderen Eltern. Aber ich gehe ganz normal hin. Alles andere wäre ein gravierender taktischer Fehler meines Erachtens. Wieso muss man sich in diesem System im Vorhinein einem zu erwartenden Wunsch der KM beugen?

Und was hat das jetzt alles den Kindern geholfen?

gualterius
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Re: KM versucht, Kontakt zu kürzen

Beitragvon gualterius » 11.10.2016, 09:42

Hm.


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