BESUCHSKONTAKT WÄHREND EINES REKURSES

chessplayer
Beiträge: 460
Registriert: 06.01.2011, 20:12
Wohnort: Österreich

BESUCHSKONTAKT WÄHREND EINES REKURSES

Beitragvon chessplayer » 11.01.2016, 16:46

Ich brauche etwas Hilfe bei einer Verständnisfrage...und ich hoffe ich kann Nachstehendes einigermaßen verständlich näherbringen

Die aktuelle Besuchsrechtsvereinbarung wurde im Dez14 getroffen....im Aug15 wurde von Seiten der KM ein Aussetzungsantrag gestellt, von meiner Seite gab es dahingehend eine Stellungnahme.

Allein ein Aussetzungsantrag berechtigt die KM ja mit Sicherheit nicht, die Besuchswochenenden nicht stattfinden zu lassen?

Verhandlung im Oktober....medizinisches Gutachten wurde angefordert....Besuchskontakte blieben weiterhin widerrechtlich ausgesetzt.

Gutachten Ende Nov ans Gericht geschickt.....Inhalt: KM soll die Besuchskontakte sofort wieder stattfinden lassen

Mitte Dez15 gab es einen zwischenzeitlichen Beschluss vom BG, indem der KM mitgeteilt wurde, dass die Besuchskontakte sofort wieder stattzufinden haben.

Einen Tag vor Weihnachten wurde nun von der RA der KM ein Rekurs dagegen eingebracht. Nach Ansicht der KM hat sie nun durch diesen Rekurs die Legitimation die Besuchskontakte weiterhin nicht stattfinden zu lassen.

Macht es Sinn, während dieses Rekurses auf das Besuchsrecht zu bestehen....damit meine ich, ohne eine Mitteilung zu bekommen knapp 200km zu fahren um sein Kind zu holen, um dann festzustellen, dass das Kind dann doch nicht mitgegeben wird und um weitere knapp 200 km retour zu fahren?

In diesem mittlerweile 7jährigen Obsorgeverfahren bin ich aufgrund ähnlicher Situationen bereits ca. 5000km umsonst gefahren.

Wann ein Besuchswochenende stattzufinden hat....da differenzieren die Besuchsrechtsvereinbarung und die Ansicht der KM. Da der Abholrhythmus bis Ende März ein 2wöchiger ist, müsste ich dahingehend jede Woche zum Abholort fahren, was einen Mehraufwand von mehr als 4000 km nach sich ziehen würde.

Inwieweit wären solche Aufwände einklagbar?....dh auch wenn ich als Mindest-km nur 7000km heranziehe, stellt dies im gesamten ja einen beträchtlichen Mehraufwand für mich dar

chessplayer

Angelika
Site Admin
Beiträge: 2481
Registriert: 23.03.2007, 01:33
Wohnort: Linz und Wien

Re: BESUCHSKONTAKT WÄHREND EINES REKURSES

Beitragvon Angelika » 11.01.2016, 22:04

Rechtskräftige Titel sind einzuhalten. Mit einem Rekurs ist der Titel nicht rechtskräftig und bis zu dessen Rechtskraft zählt klarerweis der vorangegangene Beschluss.

Zu den hohen Fahrtkosten: http://www.familienrecht.at/index.php?id=7295
Foren Admin
Verein "Dialog für Kinder - Österreich"
http://www.dialogfuerkinder.at

chessplayer
Beiträge: 460
Registriert: 06.01.2011, 20:12
Wohnort: Österreich

Re: BESUCHSKONTAKT WÄHREND EINES REKURSES

Beitragvon chessplayer » 11.01.2016, 22:43

Angelika hat geschrieben:Rechtskräftige Titel sind einzuhalten. Mit einem Rekurs ist der Titel nicht rechtskräftig und bis zu dessen Rechtskraft zählt klarerweis der vorangegangene Beschluss.

Zu den hohen Fahrtkosten: http://www.familienrecht.at/index.php?id=7295


Dies gilt mE lediglich für jemanden, der sein Besuchsrecht auch ausüben kann.

Wenn das Besuchsrecht ausgeübt werden könnte wären mir diese Fahrtkosten aber sowas von powidl, aber es ist nun mal so das hier von einer Seite das Besuchsrecht völlig rechtswidrig boykottiert wird....deshalb passt dieser Link nicht ganz

chessplayer

Benutzeravatar
dgt
Site Admin
Beiträge: 7303
Registriert: 27.01.2007, 10:55
Wohnort: Linz

Re: BESUCHSKONTAKT WÄHREND EINES REKURSES

Beitragvon dgt » 12.01.2016, 08:54

chessplayer hat geschrieben:Ich brauche etwas Hilfe bei einer Verständnisfrage...und ich hoffe ich kann Nachstehendes einigermaßen verständlich näherbringen

Die aktuelle Besuchsrechtsvereinbarung wurde im Dez14 getroffen....im Aug15 wurde von Seiten der KM ein Aussetzungsantrag gestellt, von meiner Seite gab es dahingehend eine Stellungnahme.

Allein ein Aussetzungsantrag berechtigt die KM ja mit Sicherheit nicht, die Besuchswochenenden nicht stattfinden zu lassen?

Verhandlung im Oktober....medizinisches Gutachten wurde angefordert....Besuchskontakte blieben weiterhin widerrechtlich ausgesetzt.

Gutachten Ende Nov ans Gericht geschickt.....Inhalt: KM soll die Besuchskontakte sofort wieder stattfinden lassen

Mitte Dez15 gab es einen zwischenzeitlichen Beschluss vom BG, indem der KM mitgeteilt wurde, dass die Besuchskontakte sofort wieder stattzufinden haben.

Einen Tag vor Weihnachten wurde nun von der RA der KM ein Rekurs dagegen eingebracht. Nach Ansicht der KM hat sie nun durch diesen Rekurs die Legitimation die Besuchskontakte weiterhin nicht stattfinden zu lassen.

Macht es Sinn, während dieses Rekurses auf das Besuchsrecht zu bestehen....damit meine ich, ohne eine Mitteilung zu bekommen knapp 200km zu fahren um sein Kind zu holen, um dann festzustellen, dass das Kind dann doch nicht mitgegeben wird und um weitere knapp 200 km retour zu fahren?

In diesem mittlerweile 7jährigen Obsorgeverfahren bin ich aufgrund ähnlicher Situationen bereits ca. 5000km umsonst gefahren.

Wann ein Besuchswochenende stattzufinden hat....da differenzieren die Besuchsrechtsvereinbarung und die Ansicht der KM. Da der Abholrhythmus bis Ende März ein 2wöchiger ist, müsste ich dahingehend jede Woche zum Abholort fahren, was einen Mehraufwand von mehr als 4000 km nach sich ziehen würde.

Inwieweit wären solche Aufwände einklagbar?....dh auch wenn ich als Mindest-km nur 7000km heranziehe, stellt dies im gesamten ja einen beträchtlichen Mehraufwand für mich dar

Man könnte Schadenersaztklage erheben für die Fahrtkosten, die in den letzten drei Jahren (mehr ist verjährt) frustriert waren.


Zurück zu „Kontaktrecht“