Schulausschluss

gualterius
Beiträge: 68
Registriert: 01.02.2016, 21:59

Schulausschluss

Beitragvon gualterius » 28.10.2017, 00:06

Die KM hat es jetzt geschafft, mich, der zwar keine Obsorge hat, aber trotzdem anfangs normal zu den Elternabenden gegangen ist, aus allen Bereichen der Schule meiner Kinder auszuschließen. Ich habe jetzt Betretungsverbot in der Schule (ich bin im Besitz einer E-mail der Direktorin), keinen Kontakt mehr zu den Lehrern und kein Recht auf Information. Dies alles auf Zuruf der KM.
Diese hatte behauptet, sie handle in Absprache mit Richter und Jugendamt. Sie hat tatsächlich mit dem Jugendamt (Amt für Kinder und Jugendhilfe) ständigen Kontakt und hatte mit dem Richter ein Gespräch am dienstäglichen Gerichtstag.
Heute war ich auf dem Gericht und habe mir den Akt angeschaut.
Im Akt fehlt eine Gesprächsnotiz über das Gespräch des Richters mit der KM. Es gibt auch keine Notiz etwa einer Anweisung an die Direktorin, mir Betretungsverbot zu erteilen. Also gehe ich davon aus, dass die Direktorin auf Zuruf gehandelt hat.

Die anderen Eltern, mit denen ich bis heute teilweise freundschaftlichen Kontakt pflegen konnte, sind alle verunsichert und reduzieren ihren Kontakt mit mir. Sie stellen auch Fragen nach den Hintergründen bzw. recht deutlich dem Hinweis, dass dies doch nur möglich sei, wenn ich etwas angestellt hätte.

Limonea
Beiträge: 317
Registriert: 16.06.2008, 17:45

Re: Schulausschluss

Beitragvon Limonea » 28.10.2017, 20:20

Das Recht ein Kind in schulischen Belangen zu vertreten hängt an der Obsorge bzw. dem Einverständnis des anderen Elternteils. Wenn die Schule informiert wird, dass beides nicht vorliegt, dann kann sie gar nicht anders handeln. Einer "Absprache" mit dem Gericht und/oder der JWT braucht es da nicht.

Haben Sie eigentlich inzwischen eine klare Kontaktregelung? Vor rund einem Jahr hat Ihnen Dr. Tews nahegelegt, sich vor allem darum zu kümmern.
Sie haben in der Vergangenheit geschildert, dass es durchaus zu Problemen kam, weil Sie und Ihre Ex-Frau gleichzeitig zb bei Schulausflügen aufgetaucht waren, und es zu so heftigen Streitereien kam, dass das Kind geweint hat. Hat sich das gebessert? Dem Gericht wird es letztlich egal sein, wer "Schuld" hat. Wenn andere Eltern diese Konflikte mitbekommen, dann wird es ihnen auch sehr unangenehm sein und sie werden sich zurück ziehen.

Ein Informationsrecht haben Sie auch weiterhin, nur halt nicht gegenüber der Schule direkt sondern gegenüber Ihrer Ex-Frau. Pi mal Daumen bedeutet das in etwa Kopien der Schulzeugnisse zu bekommen.

Ihre Ex-Frau hat Ihnen über lange Zeit zugestanden, dass Sie selber Informationen bei der Schule einholen und auch zu Elternabenden kommen. Ist jetzt etwas konkret vorgefallen, dass sie ihre Meinung geändert hat? Kommt für Sie vielleicht eine Mediation oder Erziehungsberatung in Frage, damit Ihr Euch auf etwas einigt?

gualterius
Beiträge: 68
Registriert: 01.02.2016, 21:59

Re: Schulausschluss

Beitragvon gualterius » 28.10.2017, 23:35

Arbeiten Sie für Herrn Dr Tews? Sie scheinen sich ja für mich zu interessieren.
Ich brauchte nur die Information, dass es für einen Schlussausschluss keinen richterlichen Beschluss braucht, sondern ein Zuruf des ("automatischen" :evil: ) Alleinobsorgeberichtigten genügt. Wenn dem so ist, danke. Wenn nicht, bitte ich Herrn Dr Tews zu korrigieren.

Benutzeravatar
dgt
Site Admin
Beiträge: 7275
Registriert: 27.01.2007, 10:55
Wohnort: Linz

Re: Schulausschluss

Beitragvon dgt » 29.10.2017, 07:52

gualterius hat geschrieben:Die KM hat es jetzt geschafft, mich, der zwar keine Obsorge hat, aber trotzdem anfangs normal zu den Elternabenden gegangen ist, aus allen Bereichen der Schule meiner Kinder auszuschließen. Ich habe jetzt Betretungsverbot in der Schule (ich bin im Besitz einer E-mail der Direktorin), keinen Kontakt mehr zu den Lehrern und kein Recht auf Information. Dies alles auf Zuruf der KM.
Diese hatte behauptet, sie handle in Absprache mit Richter und Jugendamt. Sie hat tatsächlich mit dem Jugendamt (Amt für Kinder und Jugendhilfe) ständigen Kontakt und hatte mit dem Richter ein Gespräch am dienstäglichen Gerichtstag.
Heute war ich auf dem Gericht und habe mir den Akt angeschaut.
Im Akt fehlt eine Gesprächsnotiz über das Gespräch des Richters mit der KM. Es gibt auch keine Notiz etwa einer Anweisung an die Direktorin, mir Betretungsverbot zu erteilen. Also gehe ich davon aus, dass die Direktorin auf Zuruf gehandelt hat.

Die anderen Eltern, mit denen ich bis heute teilweise freundschaftlichen Kontakt pflegen konnte, sind alle verunsichert und reduzieren ihren Kontakt mit mir. Sie stellen auch Fragen nach den Hintergründen bzw. recht deutlich dem Hinweis, dass dies doch nur möglich sei, wenn ich etwas angestellt hätte.

So einfach lässt sich das nicht beantworten.
Sicher ist, dass der Richter gegenüber der Direktorin nicht "weisungsbefugt ist".
Sicher ist, dass das Jugendamt gegenüber der Direktorin nicht "weisungsbefugt ist".
Die Direktorin kann unter Umständen das zivilrechtliche Hausrecht ausüben.
Möglich wäre eine Wegweisung nach der Exekutionsordnung, die bedarf eines Antrags und eines richterlichen Beschlusses.
Ich würde mich daher an den Landesschulrat wenden mit der Bitte um Aufklärung und Begründung.


Zurück zu „Kontaktrecht“