scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Doris1210
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scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon Doris1210 » 04.01.2011, 21:59

ich habe eine frage:

mein mann hat sich 2001 einvernehmlich von seiner 1. Frau scheiden lassen, die exfrau ist mit den kinder im haus wohnen geblieben und hat darin ein wohnrecht bis 2013 - im scheidungsurteil steht, dass ein "zukünftiger" lebensgefährte der ex-frau wenn er im haus wohnt miete zahlen muss. seit 2005 lebt jetzt die exfrau mit ihrem LG im haus - miete hat er bis jetzt nicht gezahlt.

hat mein mann chancen, die bisher ausständige miete (siehe scheidungsurteil) zu bekommen od verjährt ein scheidungsurteil?

(bis jetzt haben wir auf die im haus lebenden kinder rücksicht genommen und sind einer konfrontation aus dem weg gegangen)

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dgt
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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon dgt » 05.01.2011, 10:48

Doris1210 hat geschrieben:ich habe eine frage:

mein mann hat sich 2001 einvernehmlich von seiner 1. Frau scheiden lassen, die exfrau ist mit den kinder im haus wohnen geblieben und hat darin ein wohnrecht bis 2013 - im scheidungsurteil steht, dass ein "zukünftiger" lebensgefährte der ex-frau wenn er im haus wohnt miete zahlen muss. seit 2005 lebt jetzt die exfrau mit ihrem LG im haus - miete hat er bis jetzt nicht gezahlt.

hat mein mann chancen, die bisher ausständige miete (siehe scheidungsurteil) zu bekommen od verjährt ein scheidungsurteil?

(bis jetzt haben wir auf die im haus lebenden kinder rücksicht genommen und sind einer konfrontation aus dem weg gegangen)

wahrscheinlich kann man diese Ansprüche nur drei Jahre rückwirkend geltend machten. Der Rest wird verjährt sein.

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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon guevara » 05.01.2011, 16:01

dgt hat geschrieben:wahrscheinlich kann man diese Ansprüche nur drei Jahre rückwirkend geltend machten. Der Rest wird verjährt sein.

wobei sich mir überdies die frage stellt, wie hoch die (rückwirkende) wohnungsmiete angesetzt werden soll/darf, wenn dies im scheidungsurteil/-vergleich nicht explizit vereinbart wurde.

da ihr mann bereits seit 5 jahren zwar kenntnis vom "untermieter" seiner ex hat, aber keine dbzgl. miete geltend gemacht hat, könnte es mmn von der gegenseite so ausgelegt werden, dass dieser zustand stillschweigend geduldet wurde und der (rückwirkende) rechtsanspruch (so überhaupt einer bestand!) somit verwirkt wurde.

am besten, ihr mann oder sie erkundigen sich einmal kostenlos und unverbindlich am amtstag beim ihrem bg (jeden dienstag 8 -12 uhr), ob und in welcher höhe hier miete nachgefordert werden kann.
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

Doris1210
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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon Doris1210 » 05.01.2011, 18:47

naja, das problem an der geschichte: wir haben öfter probiert die miete zu bekommen ... exfrau & LG haben mehr als deutlich erklärt, dann wird das "mit den kindern ein problem werden ...." - wir wollten einfach die kinder schützen :?

2001 wurde eine monatliche miete in höhe von 5.000 ats festgelegt

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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon werner » 05.01.2011, 19:10

3 Jahre mal 12 Monate mal ATS 5.000,- ergibt ATS 180.000,- (entspr. EUR 13.081,-) PLUS ZINSEN noch ein paar Hunderter.
Plus EUR 363,- jedes Monat ab sofort.
Steht etwas von "wertgesichert" oder ähnliches im Vergleich? Dann kommt die Inflationsabgeltung auch noch dazu.

Ich würde "der Ex plus Gratiswohner" mal diese Zahlen präsentieren (und dann z.B. EUR 9.000,- als Vergleichssumme anbieten plus monatliche Mietszahlungen ab sofort) - und auch gleich dazusagen, dass Beugestrafen wegen Besuchsrechtsboykotts auch teuer werden. Weil wenn es wirklich zum Kontaktabbruch kommt ist der Zusammenhang mit ihrer berechtigten Forderungen gegen den Gratiswohner wohl so augenscheinlich dass der KM kaum geeignete Gegenargumente einfallen werden...
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guevara
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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon guevara » 05.01.2011, 20:05

Doris1210 hat geschrieben:naja, das problem an der geschichte: wir haben öfter probiert die miete zu bekommen ... exfrau & LG haben mehr als deutlich erklärt, dann wird das "mit den kindern ein problem werden ...." - wir wollten einfach die kinder schützen :?

2001 wurde eine monatliche miete in höhe von 5.000 ats festgelegt

da sieht die sache ja gleich ganz anders aus, als man dies vorerst aufgrund ihrer dürftigen infos vermuten konnte :wink:

sollten vergleichsgespräche über den aufgelaufenen mietrückstand abgelehnt werden, oder/und die laufenden mietzahlungen auch weiterhin nicht beglichen werden wollen, bleibt ihnen immer noch der rechtsweg.

dass die km erklärungsnotstand gegenüber dem gericht bekäme, sollte das bisher funktionierende besuchsrecht aufgrund der mietforderungen in irgend einer weise beinträchtigt werden, hat "werner" bereits dargelegt.

abgesehen von der moralischen verwerflichkeit der androhung "dann würde das mit den kindern ein problem werden", grenzt so eine aussage schon am straftatbestand der nötigung, wenn sie beweisbar wäre...
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon Doris1210 » 05.01.2011, 20:26

@werner
@guevara

die sache ist leider sehr kompliziert :roll: , die kinder sind mittlerweile 18 & 21 - es ist alleine um den 18jährigen geistig behinderten sohn meines mannes gegangen, der bis zum 30.11.2010 daheim (=im gemeinsamen haushalt mit mutter & LG) gewohnt hat .... bei streitigkeiten hat der arme kerl immer den kürzeren gezogen und wurde ge-/bestraft

seit 1.12.2010 wohnt er in einer betreuten wohngemeinschaft und ist dem zorn seiner mutter & LG nicht mehr ausgeliefert.

naja und jetzt wollen wir wenigstens einen kleinen teil der miete haben :|

text aus dem scheidungsvergleich aus dem jahr 2001:

die zweitantragstellerin (=exfrau) ist berechtigt, mit einem LG in der genannten Ehewohnung (=haus) bis zum ende des wohnungsgebrauchsrechts zu wohnen. für diesen fall sind jedoch sämtliche abgaben, steuern, betriebskosten usw von der zweitantragstellerin bzw deren LG zu tragen und darüberhinaus noch eine miete von ats 5.000 inkl. ust. zu bezahlen.

gr problem: exfrau arbeitet nicht und hat daher auch keine kohle - ergo wird sie nicht zahlen können

meine idee war ja, den LG "zwangsräumen" zu lassen .... das löst natürlich den totalen krieg aus, andererseits ist soviel passiert in den letzten jahren, da ist das ein klacks :cry:

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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon guevara » 06.01.2011, 10:59

Doris1210 hat geschrieben:... bzw deren LG zu tragen und darüberhinaus noch eine miete von ats 5.000 inkl. ust. zu bezahlen.

warum eigentlich nicht gleich beim lg die forderungen anmelden, wenn die ex zahlungsunfähig ist? immerhin liegt ein gültiger "mietvertrag" (scheidungsvergleich) vor, aus dem sich die verpflichtungen auch des lg gegenüber dem "vermieter" nicht wegleugnen lassen.
der lg wusste bereits bei seinem einzug, dass es sich hierbei um keine unentgeltliche wohnungsmitbenützung handelt.

es geht doch wohl nicht an, dass sich ein "fremder" in der wohnung ihres mannes einnistet und dann mit fiesesten mitteln ( über die wehrlosen kinder) "erzwingen" kann, darin 5 jahre gratis zu wohnen!

die sache mit dem "zwangsräumen" kann so ihre tücken haben. wenn es der lg geschickt anlegt, kann er diese bis 2013 hinauszögern, bis zu dem zeitpunkt also, wo das wohnungsgebrauchsrecht seiner ex ohnehin ausläuft...

lassen sie sich, wie bereits erwähnt, am amtstag eingehend beraten, wie der inakzeptablen situation am besten begegnet werden kann (scheidungsvergleich mitnehmen nicht vergessen :wink: ).

lg
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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon dgt » 06.01.2011, 13:40

guevara hat geschrieben:
Doris1210 hat geschrieben:... bzw deren LG zu tragen und darüberhinaus noch eine miete von ats 5.000 inkl. ust. zu bezahlen.

warum eigentlich nicht gleich beim lg die forderungen anmelden, wenn die ex zahlungsunfähig ist? immerhin liegt ein gültiger "mietvertrag" (scheidungsvergleich) vor, aus dem sich die verpflichtungen auch des lg gegenüber dem "vermieter" nicht wegleugnen lassen.
der lg wusste bereits bei seinem einzug, dass es sich hierbei um keine unentgeltliche wohnungsmitbenützung handelt.

es geht doch wohl nicht an, dass sich ein "fremder" in der wohnung ihres mannes einnistet und dann mit fiesesten mitteln ( über die wehrlosen kinder) "erzwingen" kann, darin 5 jahre gratis zu wohnen!

die sache mit dem "zwangsräumen" kann so ihre tücken haben. wenn es der lg geschickt anlegt, kann er diese bis 2013 hinauszögern, bis zu dem zeitpunkt also, wo das wohnungsgebrauchsrecht seiner ex ohnehin ausläuft...
lassen sie sich, wie bereits erwähnt, am amtstag eingehend beraten, wie der inakzeptablen situation am besten begegnet werden kann (scheidungsvergleich mitnehmen nicht vergessen :wink: ).
lg

mit Verlaub: beim LG kann man viel anmelden, kriegen wird man NICHTS. Der Scheidungsvergleich hat für den LG keine Bedeutung. Immerhin gibt es noch immer keine Verträge zu Lasten Dritter.
Es bleibt nur die Klage gegen die Ex.

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Re: scheidungsurteil aus dem jahr 2001

Beitragvon Doris1210 » 06.01.2011, 17:22

dgt hat geschrieben: mit Verlaub: beim LG kann man viel anmelden, kriegen wird man NICHTS. Der Scheidungsvergleich hat für den LG keine Bedeutung. Immerhin gibt es noch immer keine Verträge zu Lasten Dritter.
Es bleibt nur die Klage gegen die Ex.


die ex hat kein geld, hat nie gearbeitet und hat bis zum 18. lebensjahr der kinder auf deren kosten gelebt :|
(mein mann hat im jahr 2001 zugestimmt, alle kosten die das haus betreffen (betriebskosten, versicherungen usw) zu bezahlen - die ex bekommt keinen unterhalt, hat jedoch ein wohnrecht bis 2013)

meine überlegung: klage gegen die ex, sie kann nichts zahlen, wir "erlassen" ihr die miete unter der bedingung, dass sie - unter setzung einer ordentlichen frist - aus dem haus auszieht und auf ein weiteres wohnrecht bzw eine finanzielle abgeltung verzichtet. somit wären wir sie "los" und könnten das haus verkaufen.

wo ist der haken in meinem gedankengang?


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