Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Nervensache
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Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Beitragvon Nervensache » 06.07.2015, 14:54

Hallo Zusammen,

ich weis nicht ob das die richtige Rubrik ist - bitte verschieben falls nötig.

Sachlage:

Zur Zeit der Scheidung besteht ein gemeinschaftlicher Kredit der im Scheidungsurteil je zu 50:50 bezüglich Rückzahlung festgehalten wurde. Die gesamte Kreditrate wurde jeweils mtl. von dem Konto meines Exmannes (Kreditnehmer I) abgezogen und ich habe meine Hälfte (Kreditnehmer II) wie im Scheidungsurteil vermerkt meinem Exgatten überwiesen. Die gesamte Kreditrate wurde dem Zinsniveau immer angepasst und die Rate fiel seither um einiges.
Soweit klar ........bis vor 1 Jahr. Mein Ex bezahlte die Rate nicht und "kassierte" meinen Teil 2 x , aber der Bank hat er nichts überwiesen.

Daraufhin habe ich die Bank gebeten meinen Teil selber direkt auf das Kreditkonto überweisen zu können. Das wurde mir auch von der Bank so bestätigt und der Dauerauftrag eingerichtet. Sie wollten nur die Abschrift des Scheidungsurteils und passt.

Jetzt zur Frage:
Seit voriges Jahr im September hat es lt. Kontoauszug online bereits 3 x eine Zinssenkung geben - diese hat sich aber nicht auf die Rate ausgewirkt. Nach hitzigem hin und her mit der Bank - angemerkt ich bin mit meinem Teil nie in Rückstand gekommen ich habe die 2 x nachbezahlt die mein Ex "kassiert" aber nicht bezahlt hatte - meint die Bank aufgrund des Rückstandes den mein ExMann verursacht hat, kann keine Zinssenkung weiter gegeben werden.

Ich verstehe das nicht, eine offen Kreditrate hat doch nichts mit dem Zinsniveau zu tun, auch wenn ich mit meinem Ex nicht grün bin, aber ich denke doch das eine Zinssenkung sich entweder auf die Kreditrate oder auf die Laufzeit auswirken müsste oder?

Wie geschrieben habe ich mit der Bank einen hitzigen Schriftverkehr geführt und darauf bestanden das sich die Zinssenkung auf die Rate bemerkbar machen müsste, aber leider ohne bisherigen Erfolg - letztes Mail vor 6 Wochen. Meine Bankstelle verweist auf die Zentrale und die bezieht sich auf Ihr letztes Mail an mich das aufgrund des Rückstandes keine Zinssenkung weitergegeben wird.

Kann mir jemand sagen ob das rechtens ist?
Derzeit ist es so das ich nach wie vor die selbe halbe Rate zahle als ob keine Zinssenkung gewesen wäre - dabei waren es 3 Senkungen bis dato. Und bei meinem Ex wird ein höherer Teil der Rate eingezogen - denke mal da sind die Rückstandszahlungen dabei und er hat das so vereinbart - jetzt zahlt er wieder regelmässig, kann es aber nicht sagen weil ich sehe seine Rate nur am onlinegestellten Kreditkonto - sonst haben wir keinen Kontakt.

Ich wäre für jede Hilfestellung dankbar.

LG Nervensache

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Re: Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Beitragvon dgt » 06.07.2015, 21:59

Nervensache hat geschrieben:Hallo Zusammen,

ich weis nicht ob das die richtige Rubrik ist - bitte verschieben falls nötig.

Sachlage:

Zur Zeit der Scheidung besteht ein gemeinschaftlicher Kredit der im Scheidungsurteil je zu 50:50 bezüglich Rückzahlung festgehalten wurde. Die gesamte Kreditrate wurde jeweils mtl. von dem Konto meines Exmannes (Kreditnehmer I) abgezogen und ich habe meine Hälfte (Kreditnehmer II) wie im Scheidungsurteil vermerkt meinem Exgatten überwiesen. Die gesamte Kreditrate wurde dem Zinsniveau immer angepasst und die Rate fiel seither um einiges.
Soweit klar ........bis vor 1 Jahr. Mein Ex bezahlte die Rate nicht und "kassierte" meinen Teil 2 x , aber der Bank hat er nichts überwiesen.

Daraufhin habe ich die Bank gebeten meinen Teil selber direkt auf das Kreditkonto überweisen zu können. Das wurde mir auch von der Bank so bestätigt und der Dauerauftrag eingerichtet. Sie wollten nur die Abschrift des Scheidungsurteils und passt.

Jetzt zur Frage:
Seit voriges Jahr im September hat es lt. Kontoauszug online bereits 3 x eine Zinssenkung geben - diese hat sich aber nicht auf die Rate ausgewirkt. Nach hitzigem hin und her mit der Bank - angemerkt ich bin mit meinem Teil nie in Rückstand gekommen ich habe die 2 x nachbezahlt die mein Ex "kassiert" aber nicht bezahlt hatte - meint die Bank aufgrund des Rückstandes den mein ExMann verursacht hat, kann keine Zinssenkung weiter gegeben werden.

Ich verstehe das nicht, eine offen Kreditrate hat doch nichts mit dem Zinsniveau zu tun, auch wenn ich mit meinem Ex nicht grün bin, aber ich denke doch das eine Zinssenkung sich entweder auf die Kreditrate oder auf die Laufzeit auswirken müsste oder?

Wie geschrieben habe ich mit der Bank einen hitzigen Schriftverkehr geführt und darauf bestanden das sich die Zinssenkung auf die Rate bemerkbar machen müsste, aber leider ohne bisherigen Erfolg - letztes Mail vor 6 Wochen. Meine Bankstelle verweist auf die Zentrale und die bezieht sich auf Ihr letztes Mail an mich das aufgrund des Rückstandes keine Zinssenkung weitergegeben wird.

Kann mir jemand sagen ob das rechtens ist?
Derzeit ist es so das ich nach wie vor die selbe halbe Rate zahle als ob keine Zinssenkung gewesen wäre - dabei waren es 3 Senkungen bis dato. Und bei meinem Ex wird ein höherer Teil der Rate eingezogen - denke mal da sind die Rückstandszahlungen dabei und er hat das so vereinbart - jetzt zahlt er wieder regelmässig, kann es aber nicht sagen weil ich sehe seine Rate nur am onlinegestellten Kreditkonto - sonst haben wir keinen Kontakt.

Wenn es wirklich ein gemeinsamer Kredit war, müssen Sie von der Bank selbstverständlich vollständig Auskunft bekommen - Ich würde die Bank eingeschrieben auffordern vollständige Auskünfte zu geben.
Bedauerlicherweise wurde offenbar bei der Ehescheidung eine Antragstellung nach § 98 EheG versäumt.
Damit hätte man den Kredit teilen können und der zweite Ex-Ehepartner wäre nur noch Ausfallsbürge gewesen.

Nervensache
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Re: Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Beitragvon Nervensache » 08.07.2015, 15:00

Hallo Hr. Dr. Tews,

danke für die Info.

Ja richtig, es wurde bei der Scheidung keine Teilung beantragt, ich habe damals zwar bei der Bank gefragt, diese hat mir mitgeteilt das das nicht möglich sei .......und ich hab mich damit zufrieden gegeben, leider weis man vieles nicht bei der Scheidung, glaubt alles gütlich geregelt zu haben und denkt nicht dran das es schlimm kommen kann, egal jetzt ist eh nichts mehr zu machen.

Ich habe nun die Aufstellung und Info`s via Einschreiben angefordert und gleichzeitig nochmals um Info bezüglich der Zinsanpassung gebeten. Mal sehen was kommt....

Vielen Dank einstweilen

LG Nervensache

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Re: Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Beitragvon neuling » 08.07.2015, 15:25

Fragen Sie doch bei der Bank einmal nett und höflich an, ob der Kredit nicht rein technisch auf 2 Konten geführt werden könnte.

Aufgeteilt auf 2 verschiedene Kontonummern unter Beibehaltung sämtlicher Beteiligter und Sicherheiten könnte die Bank dann auch verschiedene Zinssätze pro Konto anwenden.
Es ist nämlich - soviel ich weiß (ich weiß aber nicht, ob das bei allen Banken systemtechnisch so ist - schätze aber schon) - einfach so, daß die Bank auf ein und demselben Konto nur 1 Zinssatz darstellen kann.
Bei 2 Konten wären aber 2 Zinssätze, für jedes Konto ein anderer buchungstechnisch möglich.

Das muß die Bank aber wollen, also probieren Sie das einmal auf Basis netter Bitten.

Ich halte Ihnen die Daumen.

stimmt
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Re: Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Beitragvon stimmt » 17.07.2015, 18:18

Da habe ich online mal was Interessantes gesehen: http://www.finanztip.de/scheidung-darlehen/ Die Seite ist aber deutsch daher bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich das auch zu 100% auf Österreich bezieht.
Es gibts nichts Gutes, ausser man tut es.

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Re: Kreditrückzahlung nach Ehescheidung - Unstimmigkeiten

Beitragvon dgt » 17.07.2015, 18:41

stimmt hat geschrieben:Da habe ich online mal was Interessantes gesehen: http://www.finanztip.de/scheidung-darlehen/ Die Seite ist aber deutsch daher bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich das auch zu 100% auf Österreich bezieht.

ist für Österreich unbrauchbar.


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