VERLEUMDUNG

chessplayer
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VERLEUMDUNG

Beitragvon chessplayer » 06.01.2011, 22:15

Im Zuge des nun mittlerweile 2 Jahre andauernden Obsorgeverfahrens, wurde ich von meiner Ex-Frau vor knapp einem Jahr(Februar 2010), nach bereits 1 1/2jähriger Trennung, wegen Vergewaltigung und weiterer, insgesamt sechs §, strafrechtlicher Delikte über ihre RA angezeigt.

Sämtliche Vorwürfe wurden von der Staatsanwaltschaft als völlig absurd deklariert und fallen gelassen.

Wie würde nun das Prozedere aussehen, wenn ich meine Ex-Frau wegen Verleumdung anzeigen würde. Ich kann diese Vorwürfe so nämlich nicht stehen lassen!

lg chessplayer

Dad+2Kids2newLife
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Re: VERLEUMDUNG

Beitragvon Dad+2Kids2newLife » 06.01.2011, 23:02

Würde mich auch interessieren.
Wie geht man vor, macht es Sinn?
Was kostet es?

Im Scheidungsverfahren dürfte das nur für zuviel Unruhe sorgen. Denke das ist beim Obsorgeverfahren auch so.

Ich würde an Ihrer Stelle ins Fäustchen lachen und genau dieses Thema vorbringen und Ihre Ex hat schwuppdiwupp Minuspunkte.
Ihr RA soll das ins Obsorgeverfahren einbauen.

Stehen Sie über den Dingen, wir wollen doch nicht für noch mehr Trara sorgen, auch wenn es furchtbar fuchst.
Es geht um die Obsorge, nicht um Ihr Ehrgefühl. Das haben Sie ohnehin und kann Ihnen niemand nehmen.

Ich hab festgestellt, dass das Gericht es sehr schätzt, wenn man sich durch solches Theater nicht aus der Rolle drängen lässt.

LG

guevara
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Re: VERLEUMDUNG

Beitragvon guevara » 06.01.2011, 23:37

in nachstehenden links können sie selbst abwägen, ob sie in ihrem fall mit einer verleumdungsklage durchkommen würden:

viewtopic.php?f=21&t=2460
viewtopic.php?f=18&t=4505
viewtopic.php?f=18&t=4307

btw: habe selber exakt die gleichen erfahrungen (laufendes obsorgeverfahren, anschuldigung der vergewaltigung und weiterer delikte im nachhinein, sämtliche verfahren nach 1 jahr eingestellt) wie sie machen "dürfen". einziger unterschied: meine ex-lg hat es ohne ra-hilfe probiert...

es war mir im nachhinein aber zu blöd, verleumdungsklage einzubringen. fassungslos war ich aber, dass die staatsanwaltschaft nicht im gegenzug selber gg. die ex strafantrag wg. offensichtlicher "vortäuschung einer straftat" gestellt hat...
Nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch einfordern.

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dgt
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Re: VERLEUMDUNG

Beitragvon dgt » 07.01.2011, 08:37

guevara hat geschrieben:es war mir im nachhinein aber zu blöd, verleumdungsklage einzubringen. fassungslos war ich aber, dass die staatsanwaltschaft nicht im gegenzug selber gg. die ex strafantrag wg. offensichtlicher "vortäuschung einer straftat" gestellt hat...

Weil sehr selten etwas wirklich "offensichtlich" ist.
Bei solchen Delikten steht fast immer Aussage gegen Aussage. Nur weil die aussage der Frau keine überragende Glaubwürdigkeit hat, heißt das noch lange nicht, dass die wissentliche Falschbeschuldigung zu erweisen ist.

werner
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Re: VERLEUMDUNG

Beitragvon werner » 07.01.2011, 09:15

chessplayer hat geschrieben:Wie würde nun das Prozedere aussehen, wenn ich meine Ex-Frau wegen Verleumdung anzeigen würde.

Um da auch nur irgendeine Chance zu haben brauchen sie schon ein schriftliches Geständnis der Exfrau bzw. (glaubwürdige!) Zeugen denen die Exfrau selbst erzählt hat, dass sie diese Taten nie begangen haben aber sie diese Anzeigen trotzdem gemacht hat um dadurch einen Vorteil (z.B. im Scheidungsverfahren) zu erlangen.
Besser ist sie halten sich an den Rat von "Dad+2Kids2newLife" und halten die Füße still.

Und bevor sie danach fragen: Eine Klage gegen den gegnerischen RA (wegen "Beihilfe" oder sonstigem) oder eine Anzeige bei der RA-Kammer ist noch viel aussichtloser...
Immer daran denken:
Die Kinderzeit ist das Schönste - erst die eigene und dann die der eigenen...
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