Leumundszeugnis

Zigeunerin
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Leumundszeugnis

Beitragvon Zigeunerin » 06.02.2007, 21:15

Hallo liebes Forum-Team,

ich weiß zwar nicht ob ich hier mit meiner Frage richtig bin, aber ein Versuch ist es Wert.

Eine Bekannte von mir wurde voriges Jahr zu sieben Monaten bedingt auf drei Jahre verurteilt. Da sie aber auf Arbeitssuche ist, hat sie auch die Befürchtung das eine Firma mal ein Leumundszeugnis (Strafregisterauszug) verlangen könnte.

Scheint so eine Verurteilung auf und wenn ja, wie kann man das umgehen oder in einer Firma rechtfertigen?

Wer weiß Rat?

Liebe Grüße
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dgt
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Re: Leumundszeugnis

Beitragvon dgt » 06.02.2007, 23:07

Zigeunerin hat geschrieben:Hallo liebes Forum-Team,

ich weiß zwar nicht ob ich hier mit meiner Frage richtig bin, aber ein Versuch ist es Wert.

Eine Bekannte von mir wurde voriges Jahr zu sieben Monaten bedingt auf drei Jahre verurteilt. Da sie aber auf Arbeitssuche ist, hat sie auch die Befürchtung das eine Firma mal ein Leumundszeugnis (Strafregisterauszug) verlangen könnte.

Scheint so eine Verurteilung auf und wenn ja, wie kann man das umgehen oder in einer Firma rechtfertigen?

Wer weiß Rat?

Liebe Grüße
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man kann es nur "umgehen", wenn der Bundespräsident gnadenweise eine beschränkte Auskunft aus dem Strafregister bewilligt. Da die Verurteilung nicht einmal ein Jahr her ist, schaut es aber finster aus.
Vor der Firma rechtfertigen?
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utd
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Beitragvon utd » 06.02.2007, 23:47

Ich kann Sie da aber z.T. beruhigen: Das Verlangen eines Strafregisterauszugs kommt äußerst selten vor.

Ich war branchenbedingt schon für sehr viele Auftraggeber tätig - Und genau einmal habe ich so einen Nachweis gebraucht. Mein Arbeitgeber damals war immerhin das Innenministerium ...
8)

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Beitragvon sgastl » 07.02.2007, 00:12

utd hat geschrieben:Ich kann Sie da aber z.T. beruhigen: Das Verlangen eines Strafregisterauszugs kommt äußerst selten vor.

Ich war branchenbedingt schon für sehr viele Auftraggeber tätig - Und genau einmal habe ich so einen Nachweis gebraucht. Mein Arbeitgeber damals war immerhin das Innenministerium ...
8)

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das ist nur bedingt richtig: bei jedem wachdienst, in der versicherung, bei banken wird das verlangt.

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@sgastl: Ich weiß da schon, wovon ich rede

Beitragvon utd » 07.02.2007, 01:04

Ich selbst habe [tschuldigung] - abgesehen von ein paar Nebenjobs während meiner Studienzeit in durchus renommierten Unternehmen adäquate Tätigkeiten ausgeführt. Näheres will ich an dieser Stelle gar nicht ausführen. Und genau EIN Mal brauchte ich dieses "Leumundszeugnis".
"Jede Bank/"jede Versicherung"? So ein Quatsch. Wer hat Ihnen denn das erzählt? Das ist leeres Schulmädchengeschwätz, was Sie da daherreden. Hab´ich weder persönlich noch beruflich - im Zusammenhang mit meinen KlientInnen - jemals gesehen.
:evil:
Bei Organisationen wie dem Wachdienst ist es naturgemäß wieder was andres. Da wird aber der positive Leumund schon in den Anzeigen verlangt.
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Beitragvon Zigeunerin » 07.02.2007, 09:21

Danke für die vielen Antworten.

Naja es geht darum das sie eben ein Vorstellungsgespräch bei einer Versicherung hat und da muss man ja einen Personalbogen ausfüllen.

Bin mir aber selber nicht sicher ob das nicht auch eine Frage ist: sind sie vorbestraft? Kreuzt sie nein an, stimmt es ja nicht und kreuzt sie ja an, kann sie es gleich vergessen. Kommt man ihr eben später drauf durch ein Leumundszeugnis, so hat sie ja falsche Angaben gemacht.

Es war halt damals leider ein dumme Sache. Sie hatte eine Lebensgemeinschaft und sie hat bei einem Amt auf Unterstützung angesucht und diese nicht bekannt gegeben, da sich ihr Partner damals quer gelegt hat und meinte das geht ihm nichts an. Sie füllte den Antrag aus, gab ihn ab und bekam eben eine Unterstützung und war der Meinung es stand ihr zu.

Nachdem diese Beziehung in die Brüche ging, nahm der Partner Rache und zeigte sie an. Obwohl sie es ja eh zurückzahlt wurde ihr trotz allem diese Strafe verpasst.

Klar ist sie nun verzweifelt und schämt sich, wenn sowas zum Vorschein kommt.

Was kann oder soll sie nun tun?? Oder ist das wie im Lotto?

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Beitragvon Nachfolgefrau » 07.02.2007, 09:52

sgastl hat geschrieben:das ist nur bedingt richtig: bei jedem wachdienst, in der versicherung, bei banken wird das verlangt.

Also bei den 2 österr. Großbanken, bei denen ich gearbeitet habe, wurde kein Strafregisterauszug verlangt.
LG, Nachfolgefrau :roll:
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Beitragvon Nachfolgefrau » 07.02.2007, 09:56

Zigeunerin hat geschrieben:Was kann oder soll sie nun tun?? Oder ist das wie im Lotto?

Hallo! Also ich an ihrer Stelle würde ich dem Feind ins Auge blicken und mir mal einen Strafregisterauszug holen und guggen, was da so drinnen steht.
Im Falle einer Vormerkung, soll sie sich mal bei der Versicherung diskret erkundigen, ob die den Auszug überhaupt benötigen.
Im Falle JA, dann würde ich beim Vorstellungsgespräch mit offenen Karten spielen. Lottospielen mit einem Jobangebot hat keinen Sinn.
Alles Gute,
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Beitragvon Zigeunerin » 07.02.2007, 10:28

Also ich selbst, hatte so etwas auch schon beim Hofer und beim Libro benötigt.

Aber danke für den Tipp: werde das mal weitergeben und über Änderungen berichten.

Nochmals danke!

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Beitragvon utd » 22.02.2007, 03:35

Und? Weiß man schon Genaueres?

Ansonsten drücke ich noch weiter fest die Daumen.

lg
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