Unterhaltsherabsetzung Rückforderung

einfachvater
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Unterhaltsherabsetzung Rückforderung

Beitragvon einfachvater » 05.06.2018, 07:38

Hallo!

Meine 15. jährige Tochter lebt bei mir. Die Mutter hat im Dezember 2017 einen Herabsetzungsantrag ab 01.09.2017 gestellt und diesem wurde stattgegeben.
Die Mutter hat nun im laufenden Monat Juni die Rückforderung des zu viel bezahlten Unterhaltes (Sept 2017 bis Mai 2018 einfach vom laufenden Unterhalt abgezogen.

Meine Frage lautet:

Ist dies rechtlich überhaupt zulässig?
Da ich erst im Dezember 2017 von dem Herabsetzungsantrag wusste, könnte man nicht argumentieren, dass ich Sept. Nov. 2017 das Geld im guten Glauben ausgegeben habe?
Wäre eine Rückforderung nicht gegenüber dem Kind zu stellen?

Danke und liebe Grüße
Werner

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dgt
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Re: Unterhaltsherabsetzung Rückforderung

Beitragvon dgt » 05.06.2018, 07:53

einfachvater hat geschrieben:Hallo!

Meine 15. jährige Tochter lebt bei mir. Die Mutter hat im Dezember 2017 einen Herabsetzungsantrag ab 01.09.2017 gestellt und diesem wurde stattgegeben.
Die Mutter hat nun im laufenden Monat Juni die Rückforderung des zu viel bezahlten Unterhaltes (Sept 2017 bis Mai 2018 einfach vom laufenden Unterhalt abgezogen.

Ist dies rechtlich überhaupt zulässig?

eine Gegenverrechnung ist NICHT zulässig. Der offene Unterhaltsbetrag und daher auch der laufende Unterhaltsbetrag wäre zu exekutieren.
einfachvater hat geschrieben:Da ich erst im Dezember 2017 von dem Herabsetzungsantrag wusste, könnte man nicht argumentieren, dass ich Sept. Nov. 2017 das Geld im guten Glauben ausgegeben habe?

Ja
einfachvater hat geschrieben:Hallo!Wäre eine Rückforderung nicht gegenüber dem Kind zu stellen?

So ist es

einfachvater
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Re: Unterhaltsherabsetzung Rückforderung

Beitragvon einfachvater » 03.07.2018, 17:54

Danke für die Antwort.
Eine juristische Frage habe ich noch.
Der Anwalt der unterhaltspflichtigen Mutter hat mir einen Brief geschickt, wo der die Überzahlung im Namen seiner Mandantin rückfordert.
Ich bin aber der Meinung, dass ich für einen Zeitraum von 3 Monate den Zuviel bezahlten Unterhalt nicht zurückzahlen muss, weil der Herabsetzungsantrag erst später gestellt wurde.
Wie läuft das, er muss doch vom Kind das Geld zurückfordern. Wenn das Kind aber kein Einkommen hat, sie ist noch minderjährig, wer zahlt den Betrag dann, der zb in einem Zivilverfahren ermittelt wird. Das Kind, oder letztendlich doch ich, bei dem das Kind lebt?

Mfg
Werner


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