freiwillige Überbezahlung trotz Herabsetzung

birkenhecke
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freiwillige Überbezahlung trotz Herabsetzung

Beitragvon birkenhecke » 14.03.2020, 15:03

Folgende Fakten:
Antrag auf Herabsetzung des Unterhaltes 26.4.2019 über das BG durch den Vater
16.7.2019 Beschluss BG zur Herabsetzung des Unterhaltes für zwei Kinder von 1285,- auf 910,-.
Grund: Schuljahr 2018/19 Herabsetzung der Lehrverpflichtung auf 60% wegen Stress des Unterhaltszahlers/Vater,
Ankündigung: Schuljahr 2019/20 wieder Vollzeitarbeit möglich
ärztliches Attest wurde nach Aufforderung nachgebracht
Kenntnis über die Herabsetzung durch die Obsorgepflichtige/Mutter ab 26.4.2019.

Der Vater zahlt trotz dem Beschluss nicht 910,-, sondern 1285,-, also mehr.
Ich, die obsorgepflichtige Mutter habe die Differenz nach erfolgter Aufforderung im Herbst für vier Monate, also bis zum 08/2019 zurück gezahlt.

Ab dem neuen Schuljahr ist der Vater Vollzeit tätig. Die Neuberechnung des Unterhaltes macht derzeit das Jugendamt. Das Jugendamt wartet noch auf das Märzgehalt und möchte dann einen neuen erhöhten Beschluss erwirken. Dieser wird vom Betrag her ca. 1150,- sein lt. JA, da der Vater nun weniger arbeitet.

Der Vater zahlt nach wie vor 1285,-. Ich verstehe nicht, wozu er überhaupt herabgesetzt hat?
Da derzeit der herabgesetzte Beschluss Gültigkeit hat und ein gutgläubiger Verbrauch somit nicht gelten würde, nehme ich an, dass ich die Differenz von monatlich ca. 135€ nach Vorlage des neuen Beschlusses zurückzahlen muss. Sehe ich das richtig oder welche Regelungen gelten bei freiwilliger Überbezahlung?

Kann der Vater die freiwillige Überbezahlung zurückfordern? Ab 09/19 bis 03/2020 ist die Differenz von ca. 1150 zu 1285 immerhin ca. 900 €.

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