Manuduktionspflicht

gualterius
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Manuduktionspflicht

Beitragvon gualterius » 04.08.2017, 20:11

Hallo zusammen!
Wissen Sie, wie genau die im Steuerrecht (BAO) festgelegte Rechtsbelehrung §113 ausgelegt wird?

Ich habe beim Finanzamt Anleitung durch das Verfahren beantragt - es geht natürlich letztlich um die Bemessungsgrundlage für den Unterhalt -, um auch zu erfahren, welche Nachweise ich zu bringen habe und auch angeboten, weitere Nachweise zu erbringen. Mir wurde nun einfach ein Einkommenssteuerbescheid zugestellt, ohne vorherige Rechtsbelehrung, aber mit der Begründung, eine einfache Werbungskosten-Aufstellung sei kein gültiger Nachweis für den tatsächlichen Aufwand.
Jetzt hab ich zwar eine Art Belehrung, aber einen Schritt zu spät. Die hätte ich vorher gebraucht. Bzw., ich weiß immer noch nicht, wie detailliert der Nachweis sein muss. Hat das Finanzamt die Pflicht, mich nach meinem Antrag über die Art und Weise eines "gültigen Nachweises" aufzuklären? Z.B alle Belege zu kopieren (was ich bisher nie musste).

Bei der Manuduktionspflicht (§13a AVG) gibt es offenbar die Einschränkung nicht "auf inhaltliche Mängel des Antrags wie fehlende Unterlagen hinweisen (VwGH 95/19/0544 RS 2)" zu müssen. Ich habe aber zu dem VwGH-Spruch nichts gefunden.

Vielen Dank im Voraus
Gualterius

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