Ruhen des Unterhalts

woyzeck
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Ruhen des Unterhalts

Beitragvon woyzeck » 12.07.2012, 09:52

Hallo.....

ich seit nunmehr 5 Jahren geschieden (aus seinem alleinigen Verschulden) und habe bisher Unterhalt bekommen und für unser gemeinsames Kind Alimente.
Nun bin ich seit kurzem wieder eine Lebensgemeinschaft eingegangen und weißt dass somit der Unterhalt ruht.
Mein Ex-Mann möchte jetzt, dass ich eine Verzichtserklärung betreffend den Unterhalt abgebe.

Ich weiß durchaus, dass mir während einer aufrechten Lebensgemeinschaft kein Unterhalt zusteht.
Sollte sich jedoch an meiner Lebenssituation etwas ändern und ich würde jetzt eine Verzichtserklärung abgeben,
würde dann der Unterhalt trotzdem wieder aufleben, oder ist mit dem Verzicht mein Unterhaltsanspruch für immer erloschen?

Ich bin ein bisschen irritiert, weil er unbedingt auf eine schriftliche Erklärung besteht.

DANKE für Aufklärung

mfg

werner
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Re: Ruhen des Unterhalts

Beitragvon werner » 12.07.2012, 12:17

Wenn Sie sich unwohl fühlen dann geben Sie im gar nichts Schriftliches. Wobei ein Zettelchen ala "Solange ich in einer Lebensgemeinschaft lebe ruht meine UH-Berechtigung und lebt bei Beendigung dieser Lebensgemeinschaft wieder auf" auch nicht schadet.
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Bernd Podhradsky

Re: Ruhen des Unterhalts

Beitragvon Bernd Podhradsky » 26.07.2012, 13:21

Von einem Verzicht kann mMn nicht die Rede sein, da man nicht auf einen Anspruch verzichten kann, der gar nicht besteht. Ich würde daher maximal bestätigen, ab dem tt.mm.yyyy in einer Lebensgemeinschaft zu sein und somit keinen Unterhalt zu erhalten etc. Einen Verzicht auf das Recht auf Unterhalt (aus dem nur keine Ansprüche entstehen, weil Sie in einer LG sind) würde ich klarerweise nicht empfehlen.

Beste Grüße,
Bernd

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dgt
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Re: Ruhen des Unterhalts

Beitragvon dgt » 26.07.2012, 14:45

woyzeck hat geschrieben:Ich bin ein bisschen irritiert, weil er unbedingt auf eine schriftliche Erklärung besteht.
Mehr als verständlich, dass er eine schriftliche Erklärung will, weil er sonst gar nichts in der Hand hat.
Wenn Sie ihm bestätigen, dass Sie derzeit in einer Lebensgemeinschaft leben, und deshalb während der Lebesngmeeinschaft keinen Unterhalt beanspruchen, ist das ungefährlich.
Beachten Sie aber, dass der Unterhaltsanspruch erst ab dem Zeitpunkt (für die Zukunft) auflebt, in dem die Lebensgemeinschaft endet und Sie wieder (am besten natürlich schriftlich eingeschrieben) wieder den Unterhaltsanspruch geltend machen.


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