Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Thomas1
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Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon Thomas1 » 16.03.2012, 11:36

Entschuldigt bitte das ich hier fast die gleiche Frag stelle da mein Anliegen fast gleich ist aber nicht ganz.
Ich habe schon fast alle Foren im Netz durchstöbert und hoffe nun hier eine Antwort zu finden.

Ich bin seit 2007, nach nur einem Jahr, einvernehmlich geschieden, §55a Ehegesetz, wobei ich sagen muß das der unten stehende Unterhalt darauf zurückzuführen ist, da laut meinem Anwalt bei einer Scheidung aus Verschulden ich den kürzeren gezogen hätte.

Der Wortlaut des Vergleichs:
Ich verpflichte mich, an meine Ex (32Jahre alt) einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 400€ jeweils am 1. eines Monates bei sonstiger Exekution zu bezahlen.
Für meinen Sohn, verpflichte ich mich weiter, zH der Kindsmutter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 200€ zu bezahlen. Diesem Unterhaltsbeitrag liegt ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von 1550€ zugrunde.

Unser gemeinsamer Sohn ist jetzt 8 Jahre alt. Ist es meiner Ex zumutbar halbtags arbeiten zu gehen, oder Sie anspannen zu lassen. Momentan geht Sie 7 Std. die Woche arbeiten, und macht keine großen Anstalten mehr zu arbeiten.

Ich nehme an das eine Änderung des Scheidungsvergleichs, zB. eine nachträgliche Ausgleichszahlung, oder ein befristeter Unterhalt, nicht mehr möglich ist. Wobei Sie auch nicht darauf einsteigen würde glaube ich. Ihr Motto ist: nimm den Mann aus wo es nur geht.

Danke im Vorraus für eure Antworten.

ulrich
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Re: Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon ulrich » 16.03.2012, 14:48

Thomas1 hat geschrieben:Der Wortlaut des Vergleichs:
Ich verpflichte mich, an meine Ex (32Jahre alt) einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 400€ jeweils am 1. eines Monates bei sonstiger Exekution zu bezahlen.
Für meinen Sohn, verpflichte ich mich weiter, zH der Kindsmutter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 200€ zu bezahlen. Diesem Unterhaltsbeitrag liegt ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von 1550€ zugrunde.

Unser gemeinsamer Sohn ist jetzt 8 Jahre alt. Ist es meiner Ex zumutbar halbtags arbeiten zu gehen, oder Sie anspannen zu lassen. Momentan geht Sie 7 Std. die Woche arbeiten, und macht keine großen Anstalten mehr zu arbeiten.

Ich nehme an das eine Änderung des Scheidungsvergleichs, zB. eine nachträgliche Ausgleichszahlung, oder ein befristeter Unterhalt, nicht mehr möglich ist. Wobei Sie auch nicht darauf einsteigen würde glaube ich. Ihr Motto ist: nimm den Mann aus wo es nur geht.

Danke im Vorraus für eure Antworten.

Wenn Sie tatsächlich den genauen Wortlaut zitiert haben, dann wird dort nirgends auf das Einkommen der Ex bezug genommen, sondern als Berechnungsgrundlage ausschließlich IHR Einkommen erwähnt.
Eine einseitige Änderung des Vergleichs ist nicht möglich, jedoch aber der Versuch, im Einvernehmen einen modus vivendi zu finden. (versuchen kann man es jedenfalls) Die unterstellte Einstellung
Thomas1 hat geschrieben: nimm den Mann aus wo es nur geht.
kann auch einfach nur die Konsequenz aus der für die Frau sehr erfolgreichen Verhandung über die Scheidungsfolgen (-> Scheidungsvergleich) sein.

Thomas1
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Re: Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon Thomas1 » 29.03.2012, 11:16

Wie stehen die Chancen eurer Meinung nach, das sich der Unterhalt zukünftig befristen lässt, nachdem Sie ja auch erst 32 Jahre alt ist, und Sie auf dem Arbeitsmarkt sicherlich keine so großen Schwierigkeiten hätte.
Vorallem kotzt es mich an, da Sie es nicht einmal versucht eine Arbeit zu finden. Scheinbar genügt Ihr das Geld was Sie bekommt. Wundert mich aber nicht, da Sie ja nicht mal Miete zahlen muß in dem Haus wo Sie lebt (hat ja Papa bezahlt).

Soll ich es mit einem Anwalt probieren die Befristung anzustreben, oder lieber nicht. Was sagt Ihr dazu.

Danke

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Re: Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon Angelika » 18.05.2012, 08:06

Gefühlsmäßig? Vergessen sie es. Der Vergleich ist so formuliert, dass nirgends eine Befristung oder Einkommensgrenze herauszulesen ist sondern dass die Ex sogar UH von ihnen bekäme, wenn sie arbeiten ginge.

"Nimm den Mann aus, wo es geht" ist emotionell begründbar aber objektiv... naja. Oder glauben sie, dass eine Erwachsene längerfristig von lächerlichen 400.- UH leben kann? Sie muss sich so oder so etwas überlegen für denRest ihres Lebens.

Hoffen sie, dass die Ex eine nachweisbare Lebensgemeinschaft eingeht, noch besser: heiratet. Dann sind sie die UH-Zahlung los.
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Re: Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon dgt » 18.05.2012, 08:54

Thomas1 hat geschrieben:Entschuldigt bitte das ich hier fast die gleiche Frag stelle da mein Anliegen fast gleich ist aber nicht ganz.
Ich habe schon fast alle Foren im Netz durchstöbert und hoffe nun hier eine Antwort zu finden.

Ich bin seit 2007, nach nur einem Jahr, einvernehmlich geschieden, §55a Ehegesetz, wobei ich sagen muß das der unten stehende Unterhalt darauf zurückzuführen ist, da laut meinem Anwalt bei einer Scheidung aus Verschulden ich den kürzeren gezogen hätte.

Der Wortlaut des Vergleichs:
Ich verpflichte mich, an meine Ex (32Jahre alt) einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 400€ jeweils am 1. eines Monates bei sonstiger Exekution zu bezahlen.
Für meinen Sohn, verpflichte ich mich weiter, zH der Kindsmutter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von 200€ zu bezahlen. Diesem Unterhaltsbeitrag liegt ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von 1550€ zugrunde.

Unser gemeinsamer Sohn ist jetzt 8 Jahre alt. Ist es meiner Ex zumutbar halbtags arbeiten zu gehen, oder Sie anspannen zu lassen. Momentan geht Sie 7 Std. die Woche arbeiten, und macht keine großen Anstalten mehr zu arbeiten.

Ich nehme an das eine Änderung des Scheidungsvergleichs, zB. eine nachträgliche Ausgleichszahlung, oder ein befristeter Unterhalt, nicht mehr möglich ist. Wobei Sie auch nicht darauf einsteigen würde glaube ich. Ihr Motto ist: nimm den Mann aus wo es nur geht.

Danke im Vorraus für eure Antworten.

eine Befristung durch Urteil zu erreichen ist aussichtlos. Eher noch eine Anspannung der Ex-Frau. Dazu muss man aber auch die Korrespondenz kennen, die dem Vergleich vorausgegegangen ist. Der Prozess ist aber voraussichtlich mit einem hohen Prozesskostenrisiko verbunden (wenn's schief geht 8.000 bis 10.000 €).

Thomas1
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Re: Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon Thomas1 » 11.11.2013, 13:09

Hallo,

is schon eine weile her dass ich was geschrieben hab.
Eine kleine Neuigkeit zu meiner Situation.
Mein Sohn ist jetzt fast 10 Jahre, meine Ex hat noch immer nicht vor mehr arbeiten zu gehen, jetzt habe ich durch sicher Quellen herausgefunden, das sie schwarz arbeiten geht.

Kann ich dies zu meinem Vorteil nutzen, damit ich die Zahlungen an meine Ex, verringern oder sogar streichen kann??

Danke.

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Re: Vergleichsänderung §55a Ehegattenunterhalt, Part2

Beitragvon dgt » 11.11.2013, 15:26

Thomas1 hat geschrieben:Hallo,

is schon eine weile her dass ich was geschrieben hab.
Eine kleine Neuigkeit zu meiner Situation.
Mein Sohn ist jetzt fast 10 Jahre, meine Ex hat noch immer nicht vor mehr arbeiten zu gehen, jetzt habe ich durch sicher Quellen herausgefunden, das sie schwarz arbeiten geht.

Kann ich dies zu meinem Vorteil nutzen, damit ich die Zahlungen an meine Ex, verringern oder sogar streichen kann??

Danke.

Ulrich hat das problem auf den Punkt gebracht:
"Wenn Sie tatsächlich den genauen Wortlaut zitiert haben, dann wird dort nirgends auf das Einkommen der Ex bezug genommen, sondern als Berechnungsgrundlage ausschließlich IHR Einkommen erwähnt."
Dieses Problem bleibt bestehen, egal ob Sie schwarz arbeitet oder nicht. IM Übrigen wird in einem gerichtlichen Scheidungsfolgenvergleich kaufm stehen "Ich verpflichte mich .."
Ohne vollständigen wörtlichen Text und Kenntnis der Begleitumstände, die zu dem vergleich geführt haben, lässt sich eine Prozessführung nicht beurteilen.
Um einen Prozess kommen Sie nicht herum.


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