Unterhalt für den Sohn meines Partners

Polli222
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Unterhalt für den Sohn meines Partners

Beitragvon Polli222 » 04.02.2016, 14:21

Stimmt es, dass ich meinem Partner Unterhalt verpflichtet bin, wenn ich über 50% mehr verdiene als er und wir heiraten? Und dass sich sein (Schein-) Einkommen somit erhöht und er (also dann eigentlich ich) mehr Unterhalt für seinen 9 jährigem Sohn zahlen muss.
Ichbliebe den Kleinen, er ist regelmäßig bei uns, hat ein Zimmer und alles was er braucht bei uns (von der Unterhose bis zum Skianzug).... Aber seiner Mutter jetzt noch mehr Geld geben - von MEINEM Gehalt - das geht wohl zu weit...

Kann man dem mit einem Ehevertrag und Verzichtserklärungen seitens meines Verlobten irgendwie entgehen????



Bitte helft mir

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Re: Unterhalt für den Sohn meines Partners

Beitragvon Angelika » 04.02.2016, 14:58

Ja das ist so, obwohl die 50% nur ein Richtwert sind. Man muss es sich individuell ausrechnen.

Nein, Ehegattenunterhalt kann man mit keinem Vertrag ausschließen. Ich kenne einige Paare, die genau deshalb nicht heiraten: Weil sich durch IHR sehr gutes Einkommen, SEINE UBGr erhöht und somit mehr Kindes-UH für seine Kinder fällig wäre. (Extrembeispiel: Sie 6500.-/Monat, er 2500.-/Monat)

Persönlich: Warum heiraten, wenn es für das Paar finanziell erhebliche Nachteile bringt? :P Verschiebt die Hochzeit, bis der Bub 18 ist. Dann bekommt der den UH persönlich und die Welt schaut (meist) wieder anders aus.
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Re: Unterhalt für den Sohn meines Partners

Beitragvon dgt » 04.02.2016, 18:06

Polli222 hat geschrieben:Stimmt es, dass ich meinem Partner Unterhalt verpflichtet bin, wenn ich über 50% mehr verdiene als er und wir heiraten? Und dass sich sein (Schein-) Einkommen somit erhöht und er (also dann eigentlich ich) mehr Unterhalt für seinen 9 jährigem Sohn zahlen muss.
Ichbliebe den Kleinen, er ist regelmäßig bei uns, hat ein Zimmer und alles was er braucht bei uns (von der Unterhose bis zum Skianzug).... Aber seiner Mutter jetzt noch mehr Geld geben - von MEINEM Gehalt - das geht wohl zu weit...

Kann man dem mit einem Ehevertrag und Verzichtserklärungen seitens meines Verlobten irgendwie entgehen?

Kann man zwar in gewissen grenzen, dies wird aber wohl dem Kind schwer rechtswirksam entgegen halten können. Andererseits kann man argumentieren, dass Sie ihn ohne Vertrag nicht geheiratet hätten :-)
Ich würde mir zunächst ganz konkrete Beratung holen um wie viel geld es wirklich geht.


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