Steuererstattungen

Balea
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Steuererstattungen

Beitragvon Balea » 12.11.2014, 19:36

Hallo,
ich habe eine neue Horrormeldung erhalten und kann diese kaum glauben.

Da sich mein Gewinn im letzten Jahr halbiert hat, habe ich den zuviel bezahlten Teil der im Voraus bezahlten Steuer zurück bekommen.
Mein Anwalt meinte das zählt als Einkommen.

Ich finde das kann doch nicht sein, denn die Zahlung und Erstattung beeinflusst ja überhaupt nicht mein zu versteuerndes Einkommen. Es ist nur ein Vorschuss für das Finanzamt für die tatsächlich zu bezahlende Steuer.
In meinem Fall gibt es ja kein Lohnzettel oder kalkulierte Werbungskosten die schon mit der Steuer monatlich verrechnet werden.

Im Umkehrschluss dürfte ich ja Steuernachzahlungen vom Einkommen abziehen und das ist bestimmt nicht der Fall.

Das Gericht hat nun einen Gutachter bestellt, der sich nun meine Gewinnermittlung vornimmt.
Der Wahnsinn nimmt kein Ende und wäre über einen kurzen Hinweis zur Steuer sehr dankbar.
LG

BrunoBrunner
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Re: Steuererstattungen

Beitragvon BrunoBrunner » 12.11.2014, 23:49


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dgt
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Re: Steuererstattungen

Beitragvon dgt » 13.11.2014, 06:56

Balea hat geschrieben:Hallo,
ich habe eine neue Horrormeldung erhalten und kann diese kaum glauben.

Da sich mein Gewinn im letzten Jahr halbiert hat, habe ich den zuviel bezahlten Teil der im Voraus bezahlten Steuer zurück bekommen.
Mein Anwalt meinte das zählt als Einkommen.

Ich finde das kann doch nicht sein, denn die Zahlung und Erstattung beeinflusst ja überhaupt nicht mein zu versteuerndes Einkommen. Es ist nur ein Vorschuss für das Finanzamt für die tatsächlich zu bezahlende Steuer.
In meinem Fall gibt es ja kein Lohnzettel oder kalkulierte Werbungskosten die schon mit der Steuer monatlich verrechnet werden.

Im Umkehrschluss dürfte ich ja Steuernachzahlungen vom Einkommen abziehen und das ist bestimmt nicht der Fall.

Das Gericht hat nun einen Gutachter bestellt, der sich nun meine Gewinnermittlung vornimmt.

Ausnahmsweise trotz anwaltlicher Vertretung:

bei Selbständigen sind die Einkommenssteuervorauszahlungen und die Rückerstattungen unterhaltsrechtlich unerheblich.
Unterhaltsbemessungsgrundlage = Bruttogewinn minus tatsächlich zu zahlender Steuer (gleichgültig wann die bezahlt wird). Dazu kommen nocht etliche Korrekturfaktore (zB Erhöhung der Unterhaltsbemessungsgrundlage um den Gewinnfreibetrag).
Unterhaltsbemessungsgrundlage = (korrigierter) Gewinn minus darauf tatsächlich entfallende Steuer


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