"Pflichten" eines Anwalts

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Unsure
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"Pflichten" eines Anwalts

Beitragvon Unsure » 30.07.2016, 13:34

Ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt:

- Anwalt stellt bei Gericht einen Antrag
- Gericht lässt Antrag zu und gibt Anwalt Frist, bis zum Tag x eine Äusserung zu schreiben
- Anwalt gibt dies nicht dem Klienten weiter
- Gericht stellt daraufhin eine Tagessatzung fest, wo der Anwalt auch erscheint. Hier wird Antrag erläutert, mit dem Hinweis, diesen eventuell zurückzuziehen, bzw. ein neues Gutachten zu beantragen.
- Auch hier gibt es eine Frist, die mehrmals vom Gericht eingefordert wird.
- Irgendwann wird Antrag abgewiesen, da sich Anwalt/Klient nicht meldet.
- Nach einiger Zeit wird Beschluss aufgrund der urspünglichen Beweislage festgelegt.
- Anwalt behauptet vor Gericht, mehrmals erfolglos beim Klienten angefragt zu haben.
- Anwalt hat Klienten eine Äusserung zukommen lassen, welche jedoch nicht in den Gerichtsunterlagen aufgenommen wurde und behauptet nun, dass das Gericht seiner Äusserung nicht nachgekommen ist und er leider hat nichts machen können.
- Weder Antrag, noch Äusserung oder Tagessatzung wurde dem Klienten mitgeteilt. Dies geschah erst nach mehrmaligen erfolglosen Telefonkontakten.
- Aufgrund dieses Versäumnis gilt Antragsteller als nicht zuverlässig und urspünglicher hoher UH-Betrag als gerechtfertigt.

Fragen: Ist ein Anwalt verpfichtet, Nachweise über die Zustellung eines Antrages mit Fristsetzung zu führen? Wenn sich ein Klient per Email nicht meldet, jedoch Handy und Festnetznummer, sowie Postanschrift bekannt ist, muss der Anwalt versuchen, auf diesen Wegen den Klienten zu erreichen?

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Re: "Pflichten" eines Anwalts

Beitragvon Unsure » 18.08.2016, 16:20

Hallo!

Ich meine diese Fragen durchaus ernst.

Unsure hat geschrieben:Fragen: Ist ein Anwalt verpfichtet, Nachweise über die Zustellung eines Antrages mit Fristsetzung zu führen? Wenn sich ein Klient per Email nicht meldet, jedoch Handy und Festnetznummer, sowie Postanschrift bekannt ist, muss der Anwalt versuchen, auf diesen Wegen den Klienten zu erreichen?

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Re: "Pflichten" eines Anwalts

Beitragvon dgt » 18.08.2016, 16:24

Unsure hat geschrieben:Fragen: Ist ein Anwalt verpfichtet, Nachweise über die Zustellung eines Antrages mit Fristsetzung zu führen? Wenn sich ein Klient per Email nicht meldet, jedoch Handy und Festnetznummer, sowie Postanschrift bekannt ist, muss der Anwalt versuchen, auf diesen Wegen den Klienten zu erreichen?

ME JA

Unsure
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Re: "Pflichten" eines Anwalts

Beitragvon Unsure » 18.08.2016, 17:13

dgt hat geschrieben:
Unsure hat geschrieben:Fragen: Ist ein Anwalt verpfichtet, Nachweise über die Zustellung eines Antrages mit Fristsetzung zu führen? Wenn sich ein Klient per Email nicht meldet, jedoch Handy und Festnetznummer, sowie Postanschrift bekannt ist, muss der Anwalt versuchen, auf diesen Wegen den Klienten zu erreichen?

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Vielen Dank Dr. Tews! Wenn aufgrund eines Versäumnis jedoch Beschlüsse zu ungunsten des Klienten gefasst werden, kann ein Anwalt haftbar gemacht werden?

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Re: "Pflichten" eines Anwalts

Beitragvon dgt » 18.08.2016, 20:37

Unsure hat geschrieben:
dgt hat geschrieben:
Unsure hat geschrieben:Fragen: Ist ein Anwalt verpfichtet, Nachweise über die Zustellung eines Antrages mit Fristsetzung zu führen? Wenn sich ein Klient per Email nicht meldet, jedoch Handy und Festnetznummer, sowie Postanschrift bekannt ist, muss der Anwalt versuchen, auf diesen Wegen den Klienten zu erreichen?

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