Sachwalterschaft - Aufwandersatz und Entschädigung

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Angel
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Sachwalterschaft - Aufwandersatz und Entschädigung

Beitragvon Angel » 29.01.2016, 20:23

Hallo liebe Forumsteilnehmer!
Kann mir jemand helfen bei Sachwalterfragen. Ich bin Sachwalterin für meinen Onkel und das ist mein erstes Jahr und jetzt weiss ich nicht, was ich und in welcher Höhe verrechnen darf?
Habe im Internet keine Beispiele gefunden.

Könnt Ihr mir weiterhelfen bzw habt Ihr Erfahrung.
DANKE
LG
Angel

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dgt
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Re: Sachwalterschaft - Aufwandersatz und Entschädigung

Beitragvon dgt » 01.02.2016, 09:39

Angel hat geschrieben:Hallo liebe Forumsteilnehmer!
Kann mir jemand helfen bei Sachwalterfragen. Ich bin Sachwalterin für meinen Onkel und das ist mein erstes Jahr und jetzt weiss ich nicht, was ich und in welcher Höhe verrechnen darf?

Siehe Verein für Sachwalterschaft:

Berechnung der Entschädigung aus Einkommen
Die Entschädigung aus Einkommen beträgt im Regelfall 5% der zu ermittelnden Bemessungsgrundlage. Dabei werden zuerst die Einkünfte um Pflegegeld, Familien-beihilfe, Wohnbeihilfe vermindert.
Um die Lebensbedürfnisse nicht zu gefährden, wird bei fehlendem Vermögen noch ein Betrag von ca. € 5.400,-- jährlich pauschal abgezogen. Von diesem Restbetrag wird die Entschädigung berechnet.

Berechnung der Entschädigung aus Vermögen
Wenn die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Entschädigung aus Vermögen € 10.000,- übersteigt, können bis zu 2% an Entschädigung beantragt werden. Zur Ermittlung dieser Bemessungsgrundlage sind fällig gestellte Forderungen (Sozial-hilferegress, offene Heimentgelte,...) als kostenmindernd einzubeziehen. Auch Ersparnisse im Bereich von € 10.000,- sind vom Gesetzgeber ausdrücklich geschützt und werden abgezogen.
Der Umfang der Tätigkeit des Sachwalters ist jedenfalls im Bericht ans Gericht zu beschreiben.

Angel
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Re: Sachwalterschaft - Aufwandersatz und Entschädigung

Beitragvon Angel » 01.02.2016, 11:15

Danke für die ausführliche Antwort lieber Dr. Tews.
Mir fehlt noch die Auskunft für den Aufwandsersatz:
1) Wie hoch € ist der Stundensatz - zB Telefonate, Amtswege, Buchhaltung, Wohnungsreinigubg, Wäschereinigung usw.
2) Was darf für eMail, Briefe verrechnet werden?
3) Kilometergeld und Fahrzeit?
Ein Anwalt kann ja bis zu €150,- verlangen! Was ist für eine Privatperson vorgesehen? oder kann eine Pauschalleistung angenommen werden und wie hoch ist diese?
Danke schon im Voraus für die Antwort und wünsche eine schöne Woche
Liebe Grüße
Angel


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